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ECONOMICS/EZB: Stabilität des Finanzsystems hat sich verbessert

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2009 - 15:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Stabilität des Finanzsystems hat sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weltweit verbessert. "Die aussergewöhnlichen Hilfsmassnahmen der Notenbanken und Regierungen seit Ende letzten Jahres haben erfolgreich das Vertrauen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems gestärkt", schreibt die EZB in ihrem am Freitag veröffentlichten Stabilitätsbericht. Die Eigenkapitalbasis grosser Finanzinstitute sei durch die Massnahmen gestärkt worden. Zudem hätten aber auch die gesamtwirtschaftlichen Stimulierungsmassnahmen und die verbesserte wirtschaftliche Entwicklung das Finanzsystem gestärkt.
Trotz dieser verbesserten Lage gebe es weiterhin Risiken für die Stabilität, schreibt die EZB. So gebe es weiterhin die Gefahren von Kreditausfällen bei Unternehmen und privaten Haushalten. Die hohe Staatsverschuldung sei ein weiterer Grund zur Sorge. Diese könnte private Investitionen verdrängen.
Speziell in der Eurozone bestehe die Gefahr, dass die Erholung der Profitabilität der Banken sich als nicht nachhaltig erweisen könnte, schreibt die EZB. Zudem könnte es bei einer ungünstiger als erwartet verlaufenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu Rückschlägen für das Finanzsystem kommen. Aber auch die immer noch hohe Kreditvergabe der Banken im Immobiliensektor und an Osteuropa stelle ein Risiko dar. So habe die EZB ihre Schätzung für die Abschreibungen der Banken in der Eurozone in den Jahren 2007 bis 2010 von bisher 488 Milliarden Euro auf 553 Milliarden Euro angehoben./js/jha/

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