Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Fed verzichtet zunächst auf weitere Massnahmen zur Konjunkturstützung. Die faktische Nullzinspolitik wird vermutlich noch lange fortgesetzt, wie aus der Erklärung zum Zinsentscheid vom Dienstagabend hervorgeht. Auch ihre Liquiditätspolitik beliess die Fed unverändert. Wie bereits im August beschlossen wurde, sollen Mittel aus fälligen Wertpapieren in neue Papiere reinvestiert werden. Gleichwohl signalisierte die Notenbank, im Falle einer Verschlechterung der konjunkturellen Lage mit zusätzlichen Massnahmen bereit zu stehen. An den Finanzmärkten kam der Dollar spürbar unter Druck, während die Börse positiv reagierte.
Den Leitzins beliess die Notenbank wie allgemein erwartet unverändert in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent. Auch die Erklärung zum Zinsentscheid liest sich in weiten wie das letzte Statement vom August: Die konjunkturelle Erholung habe sich in den letzten Monaten abgeschwächt, bekräftigte die Notenbank. Die Konsumausgaben hätten sich zwar leicht erholt, seien aber nach wie vor gedämpft. Die Unternehmensinvestitionen hätten zuletzt weiter zugelegt, allerdings schwächer als noch zu Jahresbeginn. Mithin dürfte sich die konjunkturelle Erholung auch nur moderat fortsetzen.
Etwas schärfer fiel die Formulierung zur Teuerung aus: Die Inflation liege derzeit leicht unter dem Niveau, das langfristig der Zielsetzung der Notenbank entspreche, heisst es in dem Statement. Vermutlich werde die Teuerung auch noch eine ganze Weile niedrig bleiben. Abermals sprach sich Thomas Hoenig, Präsident der regionalen Notenbank von Kansas City, gegen das Statement aus. Insbesondere votierte Hoenig gegen das Signal anhaltend niedriger Zinsen und die Wiederanlage fälliger Wertpapiere.
Die Marktreaktion auf die Entscheidungen der Fed war deutlich: Der US-Dollar geriet nach der Erklärung zu vielen wichtigen Währungen spürbar unter Druck. Der Euro legte im Gegenzug kräftig zu und stieg um über einen Cent auf rund 1,3250 Dollar. Die Kurse an den Rentenmärkten reagierten zunächst negativ, legten dann aber deutlich zu. Der US-Aktienmarkt quittierte den Fed-Entscheid mit deutlichen Kursgewinnen./bgf/zb

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???