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ECONOMICS/GB: Eine Billion Euro Staatshilfe für Banken

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2009 - 09:50 publiziert

LONDON (awp international) - Die britischen Banken haben laut einer Zwischenbilanz umgerechnet fast eine Billion Euro Staatshilfen bekommen. Seit Beginn der Finanzkrise vor etwa 15 Monaten hätten die Institute insgesamt 850 Milliarden Pfund aus Rettungsprogrammen erhalten, teilte der britische Rechnungshof am Freitag in London mit. Der grösste Anteil (131 Mrd Pfund) wurde demnach für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken ausgegeben. Das genaue Ausmass der staatlichen Gesamtkosten könne erst in mehreren Jahren beziffert werden.
Der massive Umfang der Nothilfen war zu Beginn der Rettung nicht absehbar gewesen, hiess es weiter. Bei der Royal Bank of Scotland (RBS) (RBS) seien die Probleme zum Beispiel viel gravierender gewesen als befürchtet. Die Regierung rechnete irrigerweise mit einem "einigermassen starken" Vermögensbestand bei RBS. Allein diese teilverstaatlichte schottische Bank bekam bis zu 36,6 Milliarden Pfund vom Staat.
"Das Finanzministerium war zum Gebrauch von Steuergeld berechtigt, um Spareinlagen zu schützen und Vertrauen im Finanzsektor zu stabilisieren und wiederherzustellen", sagte die Vorsitzende des Rechnungshofes, Amyas Morse. Allerdings seien diese Ziele noch nicht erreicht worden. Royal Bank of Scotland (RBS) und die Lloyds-Bankengruppe werden zum Beispiel ihre Zusagen im Geschäftsjahr 2009/10 nicht erfüllen können, dem Mittelstand 27 Milliarden Pfund Kredite bereitzustellen./dö/DP/jha

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