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WASHINGTON (awp international) - In den USA macht sich die Konjunkturentwicklung zunehmend am Arbeitsmarkt bemerkbar. So ist die Beschäftigtenzahl im März so stark gestiegen wie seit Mai 2010 nicht mehr, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Ökonomen sehen in den Daten ein Zeichen für eine robuste Konjunkturerholung. Eine baldige Zinswende in den USA wird allerdings noch nicht erwartet.
Die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft ist stärker als erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich ist die Zahl um 216.000 geklettert. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um lediglich 190.000 Beschäftigte gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde leicht nach oben korrigiert. Demnach wurden im Februar nicht 192.000 Jobs, sondern 194.000 Stellen geschaffen.
Der Arbeitsmarktbericht ist nach Einschätzung der DekaBank insgesamt solide ausgefallen. "Der Beschäftigungsaufbau ist mit gut 200.000 Stellen robust, und auch die Zusammensetzung des Aufbaus kann überzeugen", sagte DekaBank-Experte Rudolf Besch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Stellen seien vor allem in solchen Bereichen aufgebaut worden, die auf eine anhaltend gute Entwicklung schliessen liessen. Besch nannte unter anderem die unternehmensnahen Dienstleister. "Zudem ist der Aufbau nicht auf Witterungseffekte zurückzuführen, wie der leichte Rückgang im Bau zeigt." Die Landesbank Baden-Württemberg sieht in den Daten ein Zeichen für eine fortgesetzte Erholung. Der Aufschwung stehe jetzt auf "festeren Füssen".
Der Arbeitsmarkt befindet sich auch laut Postbank auf dem Weg der Besserung. Hierfür spreche insbesondere der robuste und breite Stellenaufbau im März. Bedenklich sei hingegen, dass die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit seit vergangenem Herbst von 34 Wochen auf 39 Wochen gestiegen sei. "Es gibt also einen rasch wachsenden harten Kern an Arbeitslosen, für den es immer schwieriger wird, eine Beschäftigung zu finden."
Darüber hinaus ist im März auch die Arbeitslosenquote überraschend gesunken. Die Quote sei von 8,9 Prozent im Vormonat auf 8,8 Prozent zurückgegangen. Ökonomen hatten indes eine unveränderte Quote erwartet. Bereits im Vormonat war die Quote leicht um 0,1 Punkte gesunken.
Die Stundenlöhne haben sich im März abermals nicht verändert. Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus um 0,2 Prozent gerechnet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb ebenfalls unverändert bei 34,3 Stunden. Der moderate Lohnanstieg sowie die nicht verbesserte durchschnittliche Wochenstundenzahl zeigten, dass der Markt noch immer in einer schwachen Verfassung sei, schreibt die Helaba in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Unmittelbaren Handlungsdruck für die US-Notenbank lasse sich aus den Zahlen nicht ableiten.
Der Eurokurs fiel nach den Zahlen auf ein Tagestief von 1,4089 US-Dollar. Zuvor hatte er noch 1,4155 Dollar gekostet. Auch der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future geriet unter Druck. Die Aktienmärkte reagierten mit leichten Kursgewinnen auf die Daten./jsl/bgf

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