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WASHINGTON (awp international) - Der US-Arbeitsmarktbericht hat im Juni ein eher uneinheitliches Bild gezeichnet. Während der Rückgang der Arbeitslosenquote von Ökonomen positiv beurteilt wird, ist der Stellenaufbau im verarbeitenden Gewerbe hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Auf Monatssicht sei die Zahl der Beschäftigten um 125.000 zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Abbau um 110.000 Stellen gerechnet. Mit einem Stellenminus von 225.000 Stellen schlugen Entlassungen nach der Volkszählung stark ins Gewicht. Im Privatsektor wurden hingegen 83.000 Stellen aufgebaut. Jedoch wurde der gesamte Stellenaufbau für April und Juni insgesamt um 25.000 Stellen nach oben revidiert.
DETAILS - GEMISCHTE REAKTION
Zudem hat sich im Juni die Arbeitslosenquote überraschend verringert. Die Quote sei von 9,7 Prozent im Vormonat auf 9,5 Prozent gesunken. Ökonomen hatten im Durchschnitt mit einer Quote von 9,8 Prozent gerechnet. Die Stundenlöhne sind überraschend gefallen. Zum Vormonat sind die Löhne um 0,1 Prozent auf 22,53 US-Dollar zurückgegangen. Volkswirte hatten mit einem leichten Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel von 34,2 auf 34,1 Stunden.
Ökonomen beurteilten die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist der Bericht per Saldo nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet. "Sorgen um die Nachhaltigkeit des konjunkturellen Aufschwungs werden durch diese Entwicklung nicht befeuert", heisst es in einer Kurzstudie. Besonders erfreulich sei der Rückgang der Arbeitslosenquote sowie der neuerliche Anstieg der Zeitarbeiterzahl im Privatsektor. Die NordLB erwartet, dass sich die fortsetzende Konjunkturbelebung sich dies in den kommenden Monaten sukzessive auch am Arbeitsmarkt niederschlagen wird. Insgesamt könne deshalb durchaus ein gewisser Optimismus überwiegen, schreibt das Bankhaus.
MÄRKTE REAGIEREN MIT AUSSCHLÄGEN
Deutlich pessimistischer äusserte sich DekaBank-Volkswirt Rudolf Besch. Angesichts des Konjunkturzyklus sei ein Aufbau von 83.000 privater Stellen einfach zu wenig. Auch die zuletzt stagnierenden Stundenlöhne wertete Besch negativ, speziell für den wichtigen privaten Konsum. "Die Unternehmen agieren angesichts der konjunkturellen Erholung ungewöhnlich vorsichtig, was möglicherweise auf die anhaltenden Verspannungen am Kapitalmarkt zurückzuführen ist."
Der Eurokurs stieg nach den Daten auf ein Tageshoch von 1,2609 US-Dollar. Vor den Daten hatte ein Euro noch 1,2550 Dollar gekostet. Der deutsche Aktienmarkt reagierte mit einer kurzzeitigen Berg- und Talfahrt, lag zuletzt aber wieder ungefähr auf dem Niveau vor der Veröffentlichung./jsl/bgf

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