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WASHINGTON (awp international) - Die US-Wirtschaft hat im zweiten Quartal an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um 2,4 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einem Wachstums von 2,5 Prozent gerechnet.
Im ersten Quartal hatte die Rate noch bei aufwärtsrevidiert 3,7 (zunächst +2,7%) Prozent gelegen. Der Eurokurs verbuchte zum Dollar nach den Daten Kursgewinne und die Aktienmärkte gerieten unter Druck. Volkswirte beurteilten die Daten uneinheitlich.
WACHSTUM DES PRIVATEN KONSUMS ZURÜCKGEGANGEN
Belastet wurde das Wachstum im zweiten Quartal vor allem durch ein gestiegenes Handelsbilanzdefizit und einen Rückgang des Wachstums des privaten Konsums. Der private Verbrauch stieg um lediglich 1,6 Prozent nachdem er im ersten Quartal noch um 1,9 Prozent gestiegen war.
Nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) haben die Daten im zweiten Quartal insgesamt enttäuscht. Die Zahlen verstärkten die Sorgen um den Zustand der US-Wirtschaft. Insbesondere der geringere Konsumzuwachs im zweiten Quartal aber auch nach Revision im ersten Quartal sei ungünstig. Der einzig erfreuliche Aspekt sei der gestiegene Zuwachs bei den Ausrüstungsinvestitionen
COMMERZBANK: RÜCKFALL-GEFAHR IN REZESSION GERING
Die Gefahr für einen Rückfall der USA in die Rezession ist nach Einschätzung der Commerzbank hingegen gering. "Die jüngsten Daten zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal sind gar nicht so schlecht ausgefallen", sagte Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die privaten Verbraucher würden zwar ihren Konsum einschränken und mehr sparen. Dies sei aber angesichts der hohen Verschuldung der Verbraucher langfristig gesund. Bermerkenswert seien die deutlich gestiegenen Investitionen in den USA. Zudem dürfte die Wirtschaft weiterhin durch die expansive Haushalts- und Geldpolitik gestützt werden
Trotz des Wachstumsdämpfers hat sich die US-Wirtschaft seit vergangenem Sommer spürbar von der schweren Rezession erholt. Bis zum dritten Quartal 2009 war die US-Wirtschaft vier Quartale in Folge geschrumpft. Der Einbruch in Folge der Finanzkrise war die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte.
Die Daten im Überblick:
Q2 Prog Q1
BIP +2,4 +2,5 +3,7
BIP-Deflator +1,1 +1,1 +1,2
(Angaben in Prozent; r=revidiert)
/jsl/he

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