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Edelweiss als Mittel zur Krebsprävention

Xavier Simonet hofft auf gute Kräfte aus der Alpenblume.

(Keystone Archive)

Das Edelweiss könnte dank seinem Gehalt an so genannten Antioxidantien einen Beitrag zur Krebsprävention leisten.

Eine in der Schweiz durchgeführte Studie soll das Potenzial der symbolträchtigen Alpenblume untersuchen.

"Im Edelweiss wurden 40 verschiedene Moleküle entdeckt, wovon 20 noch vollständig unbekannt sind", erklärt Xavier Simonet. Er ist der Leiter des Forschungszentrums Mediplant in Conthey im Kanton Wallis. Daher sei die Alpenblume für Wissenschafter in mancher Hinsicht von grossem Interesse.

Im Moment konzentrieren sich die Forscher in Conthey auf ein einziges Ziel: Sie wollen herausfinden, in welcher Höhenlage das Edelweiss am meisten Antioxidantien entwickelt.

"Es handelt sich um das erste Experiment dieser Art", sagt Charly Darbellay von der Eidgenössischen Forschungsanstalt Fougères, die am Projekt beteiligt ist.

Fünf Edelweissplantagen

Beim Versuch im Wallis werden zwei Edelweiss-Klone in je fünf verschiedenen Höhenlagen zwischen 500 und 2500 Metern über Meer angebaut. Für eine der Pflanzen wird dabei immer dasselbe Erdreich verwendet, die andere wächst im natürlichen Umfeld.

Auf die fünf Standorte verteilt wachsen insgesamt 1500 Edelweiss-Pflanzen.

Das Experiment wurde im vergangenen Frühling begonnen - erste Resultate sollten im Herbst vorliegen. Im kommenden Jahr wird der Versuch wiederholt.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden mehrere tausend Pflanzenanalysen durchgeführt.

"Das Wachstum der Pflanzen, die Anzahl Blüten und ihre Farbe sind Indikatoren für die Anpassung der Blume an die Höhenlage", erklärt Simonet.

Interesse aus der Industrie

Laut Darbellay antworten die Forscher mit ihrem Projekt auf die steigende Nachfrage aus der Industrie. Bereits heute verwendet die Kosmetikbranche gezüchtete Edelweisspflanzen zur Herstellung von Sonnenschutzmitteln.

In Zukunft könnte die Alpenblume dank ihrer antioxidativen Wirkung auch als Mittel gegen Hautalterung und gegen bestimmte Krebsarten zum Einsatz kommen.

"Das Edelweiss wird nicht zur Therapie, sondern eher zur Prävention benutzt werden", unterstreicht Kurt Hostettmann, Vizepräsident der Abteilung für pharmazeutische Wissenschaften an der Universität Genf.

Seiner Ansicht nach soll in ein bis zwei Jahren Klarheit herrschen über das Wirkungspotenzial der Alpenblume.

swissinfo und Danièle Bovier (sda)

Fakten

Das Edelweiss entwickelt Antioxidantien, die gegen Krebs eingesetzt werden könnten.
Forscher haben in der Blume 40 verschiedene Moleküle entdeckt, wovon 20 noch unbekannt sind.
Die Kosmetikbranche greift zur Herstellung von Sonnenschutzmitteln bereits auf gezüchtete Edelweisspflanzen zurück.

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