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PARIS (awp international) - Der französische Energiekonzern Electricité de France (EDF) verkauft sein Stromleitungsnetz in Grossbritannien an die in Hongkong ansässige Cheung Kong Group. Das hoch verschuldete Unternehmen hofft, mit dem Geschäft seine Rückstände um 6,8 Milliarden Euro reduzieren zu können. Der Schuldenstand von Electricite de France (EdF) hatte Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2010 rund 44 Milliarden Euro betragen.
Die Entscheidung für den Verkauf wurde nach Angaben von EDF am Mittwoch vom Verwaltungsrat getroffen. Ende Juli hatte der Stromkonzern bereits darüber informiert, das die Cheung Kong Group am Stromnetz in Grossbritannien interessiert ist. Das Geschäft muss unter anderem noch von der EU-Wettbewerbsbehörde genehmigt werden. Die Cheung Kong Group will 3,2 Milliarden Pfund (3,9 Mrd Euro) bezahlen sowie die Schulden übernehmen.
Der Stromkonzern EDF ist über sein Tochterunternehmen EDF Energy Networks nach eigenen Angaben der grösste Netzbetreiber in Grossbritannien. Über die 170 000 Kilometer langen Leitungen werden knapp acht Millionen Haushalte und Betriebe mit Elektrizität versorgt. Nach Angaben von EDF stellt der geplante Verkauf nicht das französische Engagement in Grossbritannien infrage. Es sei weiterhin geplant, dort gemeinsam mit Partnern vier neue Atomreaktoren vom Typ EPR zu bauen.
aha/DP/ep

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