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Zürich (awp) - Die Privatbankengruppe EFG International hat im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Finanzkrise voll zu spüren bekommen. So brach der den ordentlichen Aktionären zurechenbare Gewinn 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 60% auf 76,6 Mio CHF ein. Dennoch wurden die Zahlen im Markt positiv aufgenommen, hatten doch Marktbeobachter im Vorfeld mit noch Schlimmerem gerechnet.
EFG-CEO Lonnie Howell bezeichnete die Resultate für 2009 vor Medien und Analysten am Mittwoch in Zürich als enttäuschend. Die Bank habe sich im letzten Jahr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert gesehen, die sich auf die Gesamtperformance niedergeschlagen hätten, kommentierte Howell. Nach einem sehr schwierigen ersten Semester, habe das Geschäft im zweiten Halbjahr aber wieder deutlich angezogen.
Aufgrund der anhaltenden Normalisierung des Geschäftsumfeldes zeigte Howell sich deshalb optimistisch, dass sich die Profitabilität der Gruppe im laufenden Jahr wieder verbessern wird.
Als ermutigend bezeichnete er auch den anhaltenden Neugeldzufluss, der sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 6,3 Mrd summierte. Die verwalteten Kundenvermögen stiegen vor diesem Hintergrund und angesichts der positiven Marktentwicklung per Ende 2009 um 14% auf 86,2 Mrd CHF. Angesichts des deutlichen Gewinneinbruchs kürzt das Institut aber die Dividende auf 0,10 CHF nachdem im letzten Jahr noch 0,25 CHF ausbezahlt wurden.
TROTZ SPARKURS WEITER IN WACHSTUM INVESTIEREN
Einen Beitrag zu einer besseren Profitabilität sollen auch weitere Sparbemühungen leisten. So will das Institut im laufenden Jahr die Kosten um weitere 50 Mio CHF senken, nachdem bereits im vergangenen Jahr durch die Anfang 2009 eingeleiteten Massnahmen Einsparungen in der Höhe von rund 40 Mio CHF resultierten.
Trotz Sparkurs will die Gruppe aber weiter in ihr Wachstum investieren. Es gehe darum, eine Balance zwischen Investitionen und Kosteneinsparungen zu finden, erklärte das EFG-Management. Die Wachstumsperspektiven dürften nicht einer kurzfristigen Profitabilitätssteigerung geopfert werden.
Der Fokus liege derzeit aber auf organischem Wachstum, nicht auf Akquisitionen. Das Institut setzt in diesem Zusammenhang auf einen Ausbau der Kundenberater. Nachdem im letzten Jahr aus Kostengründen viele Kundenberater gehen mussten, sollen im laufenden Jahr netto rund 50 neue Kundenberater engagiert werden. Damit würden per Ende 2010 rund 700 Kundenberater für EFG arbeiten.
Aufgrund der Normalisierung des Geschäftsumfeldes bleibt EFG zudem zuversichtlich, dass das durchschnittliche historische Wachstum der verwalteten Vermögen in Höhe von 30 Mio CHF pro Jahr und Kundenberater wieder erreicht werden kann.
Grosses Aufwärtspotenzial sieht die Gruppe nicht nur für das Private-Banking-Geschäft, sondern auch für das Asset Management, das zuletzt von der Krise hart getroffen wurde. Trotzdem rechnet das Institut, dass Kunden auch im laufenden Jahr netto weiter Gelder aus dem Hedge-Fund-Geschäft abziehen. Allerdings weit weniger als noch im vergangenen Jahr, als 2,4 Mrd CHF abgeflossen sind.
TROTZ GEWINNEINBRUCH NOTIEREN AKTIEN MIT AUFSCHLÄGEN
Die heute von EFG präsentierten Zahlen wurden am Markt trotz Gewinneinbruch wohlwollend aufgenommen, denn viele Marktbeobachter hatten nach dem katastrophalen ersten Semester mit einem noch schlechteren Resultat gerechnet. Die Bank habe aber auf Stufe Reingewinn von positiven Steuereffekten profitiert, fügen viele Analysten einschränkend hinzu.
Die Beurteilung der Resultate fällt daher nicht einhellig aus. Während einige Experten die Zahlen als solide bezeichnen, betonen andere die anhaltenden Unsicherheiten bei EFG. Dessen ungeachtet notieren die Aktien der Bankengruppe am Mittwoch mit deutlichen Aufschlägen. Bis gegen 14.30 Uhr gewinnen die Papiere rund 7,5% auf 17,85 CHF.
pf/rt

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