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Dietikon (awp) - Der Energiekonzern EGL hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende März) im Vergleich zum Vorjahr einen um 18% geringeren Nettoumsatz von 1'261,0 Mio CHF erzielt. Die Bruttomarge sank um 40% auf 252,2 Mio CHF und der EBIT um 57% auf 65,8 Mio CHF.
Unter dem Strich verblieb jedoch ein um 47% höherer Reingewinn von 47,7 Mio CHF. Hauptgründe dafür waren das Kostensenkungsprogramm sowie das verbesserte Finanzergebnis, wie EGL am Montag mitteilte.
Die Schätzungen der Analysten gingen zwar relativ weit auseinander, vor allem beim EBIT und Reingewinn wurden sie aber deutlich verfehlt. Die Analysten der ZKB und der Bank Vontobel hatten einen Umsatz von 1'380 Mio CHF bzw. 1'237 Mio erwartet. Beim EBIT lagen die Schätzungen bei 134,0 Mio bzw. 85,9 Mio und beim Reingewinn bei 72 Mio bzw 61,2 Mio.
Das Finanzergebnis verbesserte sich den Angaben zufolge von -53,6 Mio CHF auf -5,7 Mio. Darin enthalten sind der Zinsaufwand für die Kraftwerke Calenia Energia und Rizziconi Energia in der Höhe von 20,3 Mio (-17%), ein gegenüber dem Vorjahr um 59% höherer Zinsertrag von 10,5 Mio sowie ein verbessertes Nettowährungsergebnis nach Fremdwährungsabsicherungen in der Höhe von 42,4 Mio.
Im Handelsgeschäft konnte die Gesellschaft das Resultat des ersten Halbjahres 2009/10 nicht erreichen. Zwar hätten die Handelsregionen Italien, Iberia, Nordic & Baltics und UK Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen erzielt. Doch im grenzüberschreitenden Stromhandel mit Italien seien die Ergebnisse markant schwächer ausgefallen. Grund dafür waren laut Mitteilung die sich angleichenden Preise zwischen Italien und Zentraleuropa während des Winters. Das betriebliche Ergebnis des Geschäftsbereiches Energy Trading & Origination fiel mit 27,5 Mio CHF klar tiefer aus als im Vorjahr (208,3 Mio CHF).
Der Geschäftsbereich Assets erzielte im ersten Halbjahr ein deutlich besseres betriebliches Ergebnis von 65,7 Mio CHF als in der Vorjahresperiode (-25,3 Mio), als insbesondere Ausstiegskosten aus dem Kraftwerksprojekt Energy Plus sowie der Ausfall des Kernkraftwerks Bugey das Ergebnis belastet hatten. Allerdings reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr die Betriebsstunden der EGL Gas-Kombikraftwerke in Italien aufgrund der geringen Differenz zwischen Erdgas- und Zertifikatpreis einerseits und dem Strompreis andererseits (Clean Spark Spread).
Die Energiemärkte bleiben aus Sicht der EGL anspruchsvoll, wobei eine zunehmende Anzahl von externen Faktoren die Energiewirtschaft beeinflusst. Namentlich die Auswirkungen der europaweiten Kernkraftdebatte sind für die Stromwirtschaft und für die EGL bis heute nicht einschätzbar. Diese sind von politischen Entscheiden abhängig, die in den nächsten Monaten und Jahren getroffen würden.
Auch die definitive Bewertung des EGL Übertragungsnetzes in der Schweiz, das derzeit begrenzte Margenpotenzial und der schwache Eurokurs beeinflussten den Geschäftsgang. Eine Prognose des Unternehmensergebnisses sei daher "mit hohen Unsicherheiten" belastet. Auf der Kostenseite sollten laut EGL die eingeleiteten Massnahmen wirksam werden. Mittelfristig geht EGL davon aus, dass die Strompreise in Zentraleuropa steigen, die Nachfrage nach Erdgas zunehmen und sich der Clean Spark Spread in Italien wieder vergrössern wird.
ps/uh

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