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Ostermundigen (awp/sda) - Die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert den Energiekonzern EGL wegen dessen Geschäften mit dem Iran. Die Gruppe vermutet, dass sich der Energieversorger trotz offizieller Sistierung eines Gasliefervertrags mit Teheran die Türen für Milliardengeschäfte offenhalten wolle.
In einem am Montag veröffentlichten Schreiben drängt die Gesellschaft für bedrohte Völker die EGL-Aktionäre, vom Konzern eine menschenrechtskonforme Geschäftstrategie zu verlangen. Ebenfalls am Montag fand in Baden AG die Generalversammlung der heutigen Axpo-Tochter statt.
EGL, die ehemalige Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg, hat 2008 einen Gasliefervertrag mit dem Iran unterzeichnet. Im vergangenen Oktober sagte EGL-Chef Hans Schulz, dass sich der Konzern vom Geschäft zurückgezogen und nie Gas aus dem Iran bezogen habe. Die geopolitische Lage erlaube den Bezug von iranischem Gas nicht.
Mehr Informationen gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) will von EGL aber mehr Informationen: "EGL sagt uns nicht, wie der Status des Vertrags ist. Wir vermuten, dass EGL die Umsetzung nur hinauszögern will und sich weiter alle Türen offenhält", sagte der GfbV-Geschäftsleiter für die Schweiz, Christoph Wiedmer, der Nachrichtenagentur SDA. EGL war am Montag zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
EGL solle Geschäfte mit dem international geächteten Regime an eine Verbesserung der politischen Zustände im Land knüpfen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker. Das Unternehmen sei mit einem Regime in Kontakt getreten, das Menschen- und Minderheitenrechte auf gravierende Weise missachte.
Kritik der USA
Das Iran-Geschäft von EGL hat dem Konzern und der Schweizer Regierung schon früher Kritik eingetragen. Grosse Spannungen entwickelten sich im Verhältnis zu den USA, die den Iran mit Sanktionen belegt haben.
Für Aufsehen hatte 2008 auch die Anwesenheit von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey bei der Unterzeichnung des Gas-Vertrages in Teheran gesorgt.

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