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Ein Care-Team mit Signalwirkung

Das Care-Team, das nach dem SR-111-Absturz bei Halifax die Angehörigen betreute, heisst heute "Emergency Care Team Swiss".

Das mit 430 Freiwilligen erfahrenste Care-Team der Schweiz war auch an späteren Unglücken präsent, von Saxetbach bis Kaprun.

Die Einsatzliste des einstigen Halifax-Care-Teams ist lang: Canyoning-Unglück am Saxetbach im Berner Oberland, zwei Crossair-Abstürze im Kanton Zürich, das Chaos in Kloten am 11. September, die Brandkatastrophe im österreichischen Kaprun, ein Helikopter-Unglück in Nendaz. Sogar das 'eigene' Swissair-Grounding wurde betreut.

Trotzdem bezeichnet Esther Pannen, seit Juni 2001 Leiterin des Teams und von Anfang an dabei, den Einsatz in Halifax rückblickend als den intensivsten. Dies, weil das damals noch unerfahrene Laien-Team aus dem Stand heraus arbeitete.

Einst Null Erfahrung

Pannen sass im Flugzeug mit den Angehörigen, die zum Unglücksort Halifax flogen, und übernahm vor Ort die Leitung des noch strukturlosen Care-Teams. Es ging darum, die Trauernden bei den ersten Schritten auf einem schwierigen Weg zu begleiten.

Dabei zählte das Care-Team selber auf die Hilfe von Profis der Zürcher Psychiatrie-Klinik Hard sowie des Care-Teams der Delta Air Lines. Der SR-111-Flug fand im Code-Sharing mit Delta Air Lines statt, in den USA waren Care-Teams keine Neuheit.

Die heutige Struktur des einst 60-köpfigen Teams sei klar das Resultat von Halifax, sagt Pannen. Innert einer Stunde können 100 bis 150 Freiwillige aufgeboten sowie eine Notruf-Hotline eingerichtet werden.

Klare Dispositions- und Kommunikationsaufgaben sowie die Online-Daten-Erfassung hätten sich bewährt. Neben sofortiger logistischer und emotionaler Unterstützung können auch ärztliche und psychologische Fachpersonen vermittelt werden.

Vorbild für andere Care-Teams

Das Team wurde zum Vorbild für weitere Care-Teams in der Schweiz, die sich teils ad hoc bildeten - etwa nach der Gotthard-Brandkatastrophe und nach den Schüssen im Zuger Parlament.

Die SBB zogen das Team zur Gründung des eigenen Care-Teams bei, und der erste Care-Team-Leiter Franz Bucher gründete die landesweit tätige Stiftung CareLink.

Das vielsprachig und international tätige "Emergency Care Team Swiss" wird seit Mitte August von Urs Frutiger geleitet. Er übernimmt die Nachfolge der Wirtschaftsinformatikerin Pannen, die nach fünf Jahren wieder in ihre Branche zurückkehrt.

Nach wie vor setzt das Care-Team auf die Kompetenz von Laien, die es vorwiegend von Swiss, Unique und flughafennahen Firmen rekrutiert.

swissinfo und Agenturen

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