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Einträgliche Nachbarschaft

Bundesrat Pascal Couchepin liess sich in Hannover Schweizer Produkte zeigen.

(Keystone)

Pascal Couchepin hat am Montag die Hannover Messe besucht. Er unterstrich dabei die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen der Schweiz und Deutschland.

Die Hannover Messe, die am Montag mit dem Schweizer Tag ihre Pforten öffnete, gilt als wichtiges Stimmungs-Barometer für die Elektronik-Industrie und den Maschinenbau. An der Messe 2002 präsentieren knapp 7000 Aussteller aus 69 Ländern bis Ende Woche ihre Produkte. Es werden über 200'000 Fachbesucher erwartet.

Schweiz ist viertgrösste Ausstellerin

Die Schweiz ist an der Messe mit 195 Ausstellern vertreten - und damit nach Deutschland, Italien und Frankreich die viertgrösste Ausstellerin. Das grosse Engagement kommt nicht von ungefähr, bildet doch laut Volkswirtschafts-Departement (EVD) die Hannover Messe für die Schweiz die wichtigste Investitionsgüter-Messe überhaupt.

Der Besuch von Wirtschafts-Minister Pascal Couchepin am Eröffnungstag unterstreicht die Bedeutung der Messe für die Schweiz. Couchepin verwies in seiner Rede aber auch auf die starke wirtschaftliche Verflechtung der Schweiz mit den EU-Staaten insgesamt zu sprechen.

Gemessen an den Kapital-Exporten haben sich laut EVD-Chef Couchepin die Schweizer Direkt-Investitionen in den EU-Ländern seit den 90er Jahren mehr als verdoppelt. Zudem befinden sich - gemssen am Kapitalbestand - rund 50% der Direkt-Investitionen in der EU.

Organisiert wurde der "Schweizer Tag" von OSEC Business Network Switzerland (Schweizerische Zentrale für Handelsförderung). Die OSEC trägt ein Bundesmandat zur Förderung der Aussenwirtschaft und unterhält nach eigenen Angaben "ein aktives Netz von Anlauf- und Unterstützungs-Stellen für Unternehmen mit internationalen Geschäfts-Beziehungen".

Grosser Abwesender in Hannover war Thomas Borer, der letzte Woche vom Bundesrat auf Ende April als Schweizer Botschafter in Berlin abgesetzt wurde. Anstelle von Borer eröffnete OSEC-Direktor Balz Hösly den offiziellen Schweizer Empfang.

Deutschland ist Nummer 1

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland sind seit Jahren sehr eng. Daran vermochte auch die Konjunkturflaute der vergangenen Monate nichts zu ändern.

Nach Angaben der Handelskammer Deutschland-Schweiz stieg das Handelsvolumen der beiden Länder im Jahr 2001 um 4,3% auf ein neues Rekordhoch von 71,2 Mrd. Franken. Deutschland festigte damit seine Position als wichtigster Beschaffungsmarkt für die Schweizer Wirtschaft und erzielte mit 41,9 Mrd. Franken einen Anteil von 32,2% an der gesamten Schweizer Importmenge. Frankreich liegt mit einem Anteil von 11% abgeschlagen auf Platz 2.

Die Schweiz wiederum hat ihre Lieferungen nach Deutschland erhöht und erreichte neu einen Anteil von 3,6% am gesamten deutschen Import-Volumen. Insgesamt exportierte die Schweiz Güter für über 29,3 Mrd. Franken nach Deutschland. Damit ist es der wichtigste Abnehmer für Schweizer Produkte.

Die Schweizer Chemie- und Pharmaindustrie erzielte mit 19,1% die grösste Zuwachsrate. Stark war ebenfalls der Export von Präzisions-Instrumenten und Uhren (+9,2%), während die Maschinen-Industrie stagnierte.

Deutsche Touristen geben mehr aus

Die Ausgaben der deutschen Touristen in der Schweiz nahmen im letzten Jahr um 10% zu. Hingegen stagnierten die Ausgaben der Schweizer Touristen in Deutschland. Insgesamt gaben deutsche Touristen in der Schweiz 1,82 Mrd. Franken mehr aus als Schweizer in Deutschland.

Felix Münger und Agenturen


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