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Kerns (awp) - Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) stoppt den Bau des Glasfasernetzes. Grund ist, dass sich das 31 Mio CHF teure Projekt für den Stromversorger wohl nicht gerechnet hätte. Das erste kantonsweite Glasfasernetz sollte in Kooperation mit der Swisscom entstehen. Der Telekomkonzern bleibt unterdessen in Obwalden aktiv.
Während der detaillierten Planung hätten die Verantwortlichen festgestellt, dass sich die Situation im Telekommunikationsmarkt kurzfristig stark verändert habe, heisst es in einer Mitteilung des EWO vom Dienstag. Beim Vierfasermodell entspreche die voraussichtliche Auslastung nicht den Erwartungen.
Da ein Kunde häufig nur die Dienste eines Anbieters in Anspruch nehme, würden einzelne Fasern nicht ausgelastet. "Gemäss den inzwischen gemachten Erfahrungen in den Städten wäre die geplante Art einer Umsetzung für das EWO äusserst risikoreich", heisst es weiter.
Die Verhandlungen mit der Swisscom über einen gemeinsamen Netzausbau hätten zwar günstigere Kosten zur Folge gehabt, aber den Wettbewerb verschärft und das Risiko nicht ausreichend reduziert. Aus diesem Grund habe der Verwaltungsrat entschieden, das Projekt in Obwalden einzustellen. Das seit Frühjahr 2009 aktive Pilotprojekt in Kerns und Sarnen endet laut Mitteilung im Mai 2011.
Tatsächlich wird die Rentabilität des Glasfasernetzes für die regionalen Elektrizitätswerke zunehmend zum Thema. Derartige Berechnungen werden unter anderem auch in Zürich oder Basel angestellt.
Die Swisscom will den Breitbandausbau in Obwalden weiter vorantreiben, wie auch in der übrigen Schweiz. Dies sagte Swisscom-Sprecher Olaf Schulze auf Anfrage. Der Telekomkonzern habe ein grosses Interesse daran, die Infrastruktur der Pilotkunden zu übernehmen. "Hierfür werden bis voraussichtlich Ende Juni die entsprechenden Abklärungen gemacht."
Welche Gebiete mit Glasfaser bis in die Wohnungen erschlossen werden, lässt sich laut Swisscom jedoch zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Der Konzern werde den Bau und die Architektur des Netzes so ausgestalten, dass eine Kooperation mit dem EWO auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich sei, sagte Schulze. Zudem erhielten die Gemeinden zunehmend Glasfaser bis in die Quartiere, um Fernsehen in HD-Qualität oder besonders schnelles Internet zu ermöglichen.
EWO-Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bechter zeigte sich gegenüber AWP zuversichtlich, dass die Swisscom positiv entscheiden könnte, auch was die Übernahme der bisher 110 Pilotkunden angeht. "Ein Ausbau würde aber wohl längerfristig erfolgen als ursprünglich geplant", sagte er.
Mit den Vorabklärungen der Wettbewerbskommission zu mehreren Kooperationen der Swisscom für den Bau eines Glasfasernetzes - in St. Gallen, Genf, Zürich, Basel, Bern und Luzern - habe der Rückzug des EWO aber nichts zu tun, so Bechter weiter. Wie am Vortag bekannt wurde, wollen die Wettbewerbshüter dort bis zum Sommer mehr Klarheit haben.
cc/dm

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