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(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz)
STUTTGART (awp international) ? Der Automobilzulieferer ElringKlinger hat die Krise für sich schon weitgehend abgehakt und will möglichst schnell zu alter Stärke zurückkehren. Schon 2012 will der Hersteller von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Abschirmteilen wieder so profitabel sein wie 2007. "Wir wollen 2012 wieder eine EBIT-Marge von 16 bis 18 Prozent erreichen", sagte Vorstandschef Stefan Wolf am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.
Im vergangenen Jahr war der Umsatz erwartungsgemäss zurückgegangen. Inmitten der Branchenkrise, die teilweise tiefe Löcher in die Bilanzen riss, glänzte das in Dettingen/Erms ansässige Unternehmen mit einer zweistelligen Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). An der Börse wurden die Zahlen zunächst positiv aufgenommen, im Handelsverlauf drehten die Papiere aber ins Minus. "Für die Titel von ElringKlinger ist es in den letzten Monaten quasi nur bergauf gegangen. Nun machen einige Anleger Kasse", sagte ein Händler.
Im vergangenen Jahr sank der Umsatz im Zuge der massiven Produktionsdrosselungen bei den Automobilherstellern um knapp 12 Prozent auf 579 Millionen Euro. Die Nachfrage belebte sich aber im zweiten Halbjahr. Im vierten Quartal wurde mit einem Auftragseingang von 173 Millionen Euro den Angaben zufolge sogar der höchste Wert eines vierten Quartals verzeichnet. Mit einem EBIT von 63,3 Millionen Euro wurde 2009 wie im Vorjahr eine Marge von 10,9 Prozent erzielt. Unterm Strich verdiente die im MDax gelistete Gesellschaft gut 33 Millionen Euro, nach knapp 40 Millionen Euro im Vorjahr. Die Aktionäre sollen eine erhöhte Dividende von 0,20 Euro je Anteilsschein erhalten (Vj 0,15).
Für das laufende Jahr kündigte ElringKlinger ein organisches Umsatzplus von sieben bis zehn Prozent an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll in stärkerem Masse um 12 bis 15 Prozent steigen. Im nächsten Jahr peilt das Unternehmen dann ein organisches Umsatzwachstum von mindestens fünf bis sieben Prozent an. Diese Wachstumsrate soll auch mittel- und langfristig jedes Jahr erreicht werden. 2011 soll das EBIT prozentual erneut stärker zulegen als der Umsatz. Für die gesamte Fahrzeugindustrie rechnet das Unternehmen erst 2013/2014 mit einer Produktion auf dem Vorkrisenniveau von 2007, als rund 73 Millionen Personenwagen hergestellt wurden.
Beim Wachstum setzt Vorstandschef Wolf vor allem auf China. "Im Jahr 2012 wollen wir dort 100 Millionen Euro Umsatz machen", sagte Wolf. Derzeit würden an den bestehenden Standorten in Changchun und Suzhou neue Werke gebaut. Im laufenden Jahr solle der Umsatzbeitrag von 20 Millionen auf 40 Millionen Euro wachsen. Im nächsten Jahr werden dann Erlöse von 70 bis 80 Millionen Euro angestrebt. ElringKlinger arbeitet auch mit lokalen Herstellern wie Geely, Brilliance oder BYD zusammen. Sie brauchen die Zulieferteile von ElringKlinger, um die verschärften Abgasgesetze künftig einhalten zu können.
Neben dem organischen Wachstum schloss Wolf weitere Zukäufe nicht aus. "Es wird sich die eine oder andere Gelegenheit ergeben", sagte der Vorstandschef mit Blick auf die Konsolidierung in der Branche. Im vergangenen Jahr hatte sich ElringKlinger beispielsweise mit einem türkischen Abschirmteilehersteller verstärkt, um sich einen schnellen Marktzugang zu verschaffen. Insgesamt bleibe die Branchensituation 2010 angespannt, sagte Wolf, weitere Insolvenzen seien wahrscheinlich. Die Weltautoproduktion sieht der Vorstandschef nur um drei bis vier Prozent steigen und ist damit deutlich zurückhaltender als andere Zulieferer./dct/wiz

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