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DETTINGEN/ERMS (awp international) - Mit dem Rückenwind der angezogenen Autokonjunktur hat der Zulieferer ElringKlinger im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Die Erlöse kletterten von 579 Millionen Euro im Vorjahr auf 796 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.
Das operative Ergebnis stieg laut vorläufigen Zahlen überproportional um 83 Prozent auf 116 Millionen Euro. Damit betrug die operative Marge 14,6 Prozent, nach knapp 11 Prozent im Vorjahr. Unterm Strich verdiente die im MDax notierte Gesellschaft mit 65,6 Millionen Euro fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Zur Börseneröffnung gaben die Papiere in einem schwachen Gesamtmarkt um mehr als neun Prozent nach. In einer ersten Reaktion sprachen Händler von "enttäuschenden Zahlen". Der Hersteller von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen übertraf beim Umsatz seine eigene Jahresprognose deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das wegen negativer Währungseinflüsse mit knapp 107 Millionen Euro etwas geringer als das operative Ergebnis ausfiel, lag im prognostizierten Korridor von 105 bis 110 Millionen Euro.
Im laufenden Jahr will ElringKlinger die Erlöse organisch weiter um fünf bis sieben Prozent steigern und blieb damit bei der bisherigen Vorgabe. Hinzu kommt im laufenden Jahr ein Umsatz von rund 49 Millionen Euro vom jüngst übernommenen Flachdichtungsgeschäft der Freudenberg-Gruppe. Das EBIT soll im laufenden Jahr konzernweit um 15 bis 25 Prozent zulegen. Das noch weniger profitable Freudenberg-Geschäft soll bis zum Jahresende auf eine operative Marge von zehn Prozent getrimmt werden.
Wegen der geringeren Profitabilität und Zahlungen auf den Unternehmenswert des zugekauften Geschäfts erwartet Unternehmenschef Stefan Wolf einen Verwässerungseffekt auf die operative Marge des Konzerns von 0,6 bis 0,8 Prozentpunkten. Bis zum nächsten Jahr soll dann wieder eine EBIT-Marge wie vor der Krise von 16 bis 18 Prozent erreicht werden. Wolf war im Herbst weiter gegangen und hatte angedeutet, dieses Ziel gerate möglicherweise schon 2011 in Reichweite.
Das auf Dichtungen, Hitzeschilde und Kunststoffteile spezialisierte Unternehmen gab im vergangenen Jahr fast 44 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus. Um auch bei den künftigen Elektroantrieben mit dabei zu sein, lag ein Schwerpunkt auf dem neu geschaffenen Geschäftsbereich E-Mobility.
Im vierten Quartal fielen Sonderkosten wegen Standortverlagerungen in Europa und China sowie der Schliessung des spanischen Vertriebsgeschäfts und höhere Rückstellungen für künftige Lohnkosten an. Im Schlussquartal nahmen die Bestellungen weiter zu, so dass den Angaben zufolge der höchste Auftragseingang in einem vierten Quartal erzielt wurde. Im Gesamtjahr stiegen die neuen Order um knapp 45 Prozent auf rund 887 Millionen Euro.
ElringKlinger hatte schon das Krisenjahr 2009 mit Bravour gemeistert: Während andere Zulieferer von den Autoherstellern gestützt werden mussten, schrieb das in Dettingen/Erms ansässige Unternehmen in keinem Quartal 2009 rote Zahlen. Die endgültigen Zahlen für 2010 will das Unternehmen am 29. März vorstellen./dct/stb/tw

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