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DETTINGEN/ERMS (awp international) - Der Automobilzulieferer ElringKlinger hat nach einem starken zweiten Quartal erneut seine Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Dank der anziehenden Autonachfrage - vor allem im Boommarkt Asien - will der Hersteller von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Abschirmteilen 2010 nun einen Umsatz von 690 bis 710 Millionen Euro erwirtschaften, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit würde das vor der Krise erreichte Umsatzniveau übertroffen.
Auch die Zielmarke für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde wie schon nach dem ersten Quartal noch einmal nach oben geschraubt. Dort sollen nun 90 bis 95 Millionen Euro statt der bislang angenommenen 76 bis 79 Millionen Euro herauskommen.
Trotz eines eher positiven Fazit nach Vorlage der Zahlen, verloren die Titel dennoch an der Börse. Nach Angaben von Equinet-Analyst Tim Schuldt lagen die Zahlen über seinen und den Erwartungen des Marktes. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.
UMSATZ UND ERGEBNIS STEIGEN
Im Zeitraum zwischen April und Juni 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 20,6 Millionen Euro, nach acht Millionen Euro in der von der Krise geprägten Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 31,6 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um über 45 Prozent auf 201 Millionen Euro.
Wegen der steigenden Nachfrage aus Asien, Südamerika und den USA wuchsen die Bestellungen im zweiten Quartal auf 244 Millionen Euro. Dies bedeutet ein Plus von fast 100 Millionen Euro zum Vorjahreszeitraum und noch einmal einen deutlichen Anstieg zum ersten Quartal 2010. Gewinnsteigernd wirkten sich neben der höheren Auslastung der Produktion auch in der Krise vorgenommenen Effizienzmassnahmen aus. Noch schwach zeigte sich das Lastwagengeschäft, wenngleich erste Anzeichen einer Erholung sichtbar sind. Das hohe Niveau der Vorkrisenjahre 2007 und 2008 ist dort aber noch weit entfernt.
ELRINGKLINGER VERSTÄRKT SICH
In der neuen Prognose sind noch nicht die für das vierte Quartal erwarteten Erlöse durch die geplante Übernahme des Zylinderkopf- und Abgasdichtungsgeschäfts der Freudenberg Gruppe enthalten. Geht die Transaktion wie geplant im September über die Bühne, erwartet ElringKlinger im Schlussquartal einen Umsatzbeitrag von rund 10 Millionen Euro aus dem Zukauf. ElringKlinger stärkt mit der Übernahme unter anderem seine Marktposition bei französischen und italienischen Automobilherstellern. Der Zukauf soll ab 2011 zum Gewinn beitragen. Bis 2012 soll die Sparte eine operative Marge wie die ElringKlinger-Gruppe insgesamt erreichen.
Laut früheren Aussagen von Konzernchef Stefan Wolf will ElringKlinger 2012 wieder die Rentabilität von 2007 erreichen. Dies bedeute eine Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 16 bis 18 Prozent. Für das erste Halbjahr 2010 bezifferte das in Dettingen/Erms (Baden-Württemberg) ansässige Unternehmen die EBIT-Marge auf 14,1 Prozent.
RÜCKKEHR ZU FRÜHERER PROFITABILITÄT IM BLICK
Im Krisenjahr 2009 erzielte ElringKlinger eine Marge von fast elf Prozent. Der Umsatz sank im Zuge der massiven Produktionsdrosselungen der Automobilhersteller um knapp 12 Prozent auf 579 Millionen Euro. 2008 hatte ElringKlinger 658 Millionen Euro erlöst.
Für die nächsten Jahre peilt das Unternehmen ein jährliches organisches Umsatzwachstum von mindestens fünf bis sieben Prozent an. Das Ergebnis soll mindestens in gleichem Masse steigen. Auf dem Wachstumsmarkt China verstärkt sich ElringKlinger mit weiteren Werken. Produktseitig arbeitet der Autozulieferer weiter an Teilen, die zur Reduzierung des Abgasausstosses beitragen. Zudem forscht das Unternehmen im Bereich alternativer Antriebe und treibt die Entwicklung von Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen voran./dct/stb/wiz

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