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(Ergänzt um Details zu den Sparten und Ausblick)
Domat/Ems (awp) - Die Ems-Chemie hat im ersten Halbjahr 2010 die Auswirkungen der Wirtschaftskrise abgeschüttelt und in allen Unternehmensbereichen kräftig zugelegt. Umsatz und Betriebsgewinn legten sprunghaft zu. In der Folge soll die Marktposition des Unternehmens weiter ausgebaut werden. Dabei will der Chemiebetrieb auch von einer wieder anziehenden Absatzentwicklung der Automobilindustrie profitieren.
Der Umsatz im ersten Semester erhöhte sich um über 50% auf 836 Mio CHF. Das deutlich bessere konjunkturelle Umfeld, steigende Lagerbestände bei Kunden sowie Neugeschäfte hätten sich positiv auf die Absatzmärkte ausgewirkt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um mehr als 80% auf 180 Mio CHF und der EBIT verdoppelte sich auf 154 Mio CHF an. "Noch nie war der EBIT so hoch", kommentierte Konzernchefin Magdalena Martullo am Freitag vor den Medien. Die EBIT-Marge betrug 18,4% (VJ 13,2%), die EBITDA-Marge 21,5% (18,1%). Die starke Absatzentwicklung habe sich positiv auf die Ergebnisentwicklung und die Ergebnismarge ausgewirkt. Belastet wurde die Ergebnismarge jedoch von massiv steigenden Rohstoffpreisen und dem im Vergleich zu den ausländischen Währungen starken Schweizer Franken. Deshalb seien Preiserhöhungen bei den Kunden unerlässlich gewesen, heisst es weiter.
Ems-Chemie hat damit die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 812 Mio, den EBITDA bei 180 Mio und den EBIT bei 150 Mio CHF.
Die seit Mitte 2009 spürbare Erholung der weltweiten Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern setzte sich nach Angaben von Ems weiter fort. Die anhaltende Verteuerung auf den Rohstoffmärkten und das verschlechterte Wechselkursverhältnis Euro zum Schweizer Franken werden sich in den nächsten Monaten nicht entspannen, vermutet das Unternehmen.
Im Hauptbereich Polymere Werkstoffe wirkte sich die Erholung der Konjunktur in "hohen Bestellmengen" der Kunden aus und der Umsatz erhöhte sich um über 50% auf 679 Mio CHF. Der EBIT stieg um mehr als 90% auf 125 Mio CHF. Das angepeilte Wachstum mit Neugeschäften sei erfolgreich umgesetzt und die Marktposition ausgebaut worden. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch neue Verkaufs- und Produktionsstandorte in China, Indien und Brasilien. Bei EMS Grivory bezeichnete das Unternehmen die Entwicklung dank neuen Metallersatzanwendungen, insbesondere in der Automobilindustrie, als "äusserst erfreulich". Der Ausbau der Marktposition bei EMS-EFTEC laufe nach Plan. Insbesondere die stark wachende Autoproduktion in China trage dazu bei.
Der Bereich Feinchemikalien/Engineering verzeichnete Unternehmensangaben zufolge eine positive Geschäftsentwicklung. Die Sparte erwirtschaftete 157 Mio Umsatz und damit knapp 70% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der EBIT schoss auf 29 Mio von 7 Mio CHF in die Höhe. Mit dem Zukauf der ehemaligen Nexis Fibers in Deutschland im vergangenen Jahr habe Ems seine Marktanteile ausgebaut.
Für das Gesamtjahr 2010 zeigt sich EMS noch positiver eingestellt als zuletzt und erwartet nun einen deutlich höheren Umsatz und ein deutlich höheres Betriebsergebnis (EBIT) als im Vorjahr. Zuletzt hatte das Unternehmen lediglich für den Umsatz eine "deutliche" Zunahme in Aussicht gestellt. Im 2. Halbjahr 2010 dürfte das EBIT jedoch etwas unter dem Niveau der ersten Jahreshälfte liegen, sagte Martullo.
Ems geht von einer anhaltend positiven Entwicklung der Konjunktur im zweiten Halbjahr aus. China dürfte dabei das Zugpferd bleiben, allerdings gemässigt.
Das für EMS als Exportunternehmen abrupt verschlechterte Wechselkursverhältnis von Euro zum Franken werde sich nachhaltig verbessern, wenn das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit europäischer Staaten zurückgekehrt sei und sich die Zinsrelation ändere.
ps/ra

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