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ENERGIE/DE: Trotz AKW-Aus könnten Strompreise nur moderat steigen (Studie)

BERLIN (awp international) - Selbst wenn die Regierung im Juni bis zu acht Atomkraftwerken die Lizenz entzieht, müssen die Bürger laut einer Analyse keine explodierenden Strompreise befürchten. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). "In der Summe wird der Preis für Haushaltsstrom nur leicht um 1,4 Prozent steigen", sagten die DIW-Energieexperten Claudia Kemfert und Thure Traber am Donnerstag. Dies führen die Forscher unter anderem auf eine Zunahme erneuerbarer Energien zurück.
Allerdings sei mit deutlich erhöhten Emissionen von Treibhausgasen im Kraftwerksbereich um neun Prozent oder 26 Millionen Tonnen zu rechnen, weil Kohle- und Gaskraftwerke einen Grossteil des Rückganges der Atomstromproduktion ausgleichen müssten. Für den Fall, dass alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen würden, prognostizieren die Experten einen Börsenstrompreisanstieg von etwa 22 Prozent.
Die CSU will sich beim Atomausstieg als neuer Ökovorreiter in Deutschland profilieren - bisher stammt in Bayern mehr als die Hälfte des Stroms aus AKW. "Wir lassen keinen Zweifel daran, dass der Ausstieg aus der Kernenergie spätestens bis 2022 abgeschlossen werden soll", heisst es in dem Entwurf von Generalsekretär Alexander Dobrindt für die CSU-Vorstandsklausur in Kloster Andechs an diesem Wochenende.
Streit ist um den Entwurf für ein neues Erneuerbare-Energien- Gesetz entbrannt, das die Regierung am 6. Juni mit dem neuen Atomgesetz verabschieden will. Die Regierung will die Förderung für Windstrom auf See von 13 auf 15 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, aber zugleich bei Windstrom an Land und bei Biomasse kürzen. Opposition und Verbände kritisieren dies, gerade ein Ausbau der Windenergie an Land - vor allem im Süden - könnte den Netzausbau deutlich reduzieren. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sieht das Ziel in Gefahr, in dem Bundesland die Windkraft ausbauen - bisher steuert sie nur 0,8 Prozent der Stromerzeugung bei./ir/DP/stw

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