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Laufenburg (awp) - Energiedienst hat im Geschäftsjahr 2010 mehr Strom verkauft und den Gewinn gesteigert. Die Aktionäre sollen eine höhere Ausschüttung als im Vorjahr erhalten. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich der Stromkonzern gewinnseitig vorsichtig, der Absatz dürfte nach Einschätzung des Managements aber stabil bleiben.
Im Jahr 2010 stieg die Gesamtleistung um 6% auf 813 Mio EUR, wie die Tochter der deutschen EnBW am Montag mitteilte. Der EBIT verbesserte sich um 6% auf 104 Mio EUR und der Reingewinn um 7% auf 89 Mio EUR.
VORKRISENNIVEAU
Die Erholung der Wirtschaft schlug sich in den Zahlen nieder: Die Gruppe verkaufte insgesamt 7,9 Terrawattstunden (TWh) Strom, und damit 7% mehr als im Vorjahr. Damit sei wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise erreicht, sagte CEO Martin Steiger an der Bilanzmedienkonferenz.
Eine positive Entwicklung gab es auch bei der Ökostrommarke "NaturEnergie", der Hauptmarke von Energiedienst. Das Unternehmen verkaufte ausserhalb des angestammten Gebiets deutschlandweit mehr als eine 1 TWh an gewerbliche Kunden.
Neben einem höheren Stromverkauf führt das Unternehmen weitere positive Effekte an. So seien auch die Belastungen durch Systemdienstleistungen in der Schweiz weggefallen, die Kosten für Verlustenergie gesunken und Wertberichtigungen auf Kundenforderungen niedriger gewesen.
Dies habe negative Effekte aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, Wertberichtigungen auf Netzanlagen sowie Rückvergütungen von Netzentgelten kompensiert, hiess es weiter.
AUSSCHÜTTUNG STEIGT
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine erhöhte Ausschüttung von Reserven aus Kapitaleinlagen von 1,50 CHF je Aktie vor, nach einer ordentlichen Dividende von 1,40 CHF im Vorjahr. Insgesamt beträgt das Agio bei Energiedienst rund 180 Mio CHF. Es sei geplant, diese Form der Ausschüttung weiterzuführen, erklärte CFO Christian Bersier. Grundsätzlich bleibe die Dividendenpolitik aber bestehen.
Der Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um gut 60% auf 131 Mio EUR. Er deckte damit die Investitionen in den Kraftwerksneubau Rheinfelden. Die Eigenkapitalquote vor Gewinnausschüttung stieg auf 55 (53)%.
RHEINFELDEN VOR ERÖFFNUNG
Der Neubau des Wasserkraftwerks in Rheinfelden ist derweil in der Endphase. Im Juni wurde die erste Turbine in Betrieb genommen, die drei weiteren folgten im Zweimonatsrhythmus. Die Arbeiten lägen mehr als im Zeitplan, sagte der Energiedienst-CEO. Nun gehe es noch um die Umgebungsarbeiten und die Renaturierung. Die offizielle Einweihung findet im September statt.
Das Unternehmen will ein integrierter Versorger mit den Standbeinen Produktion, Portfoliomanagement, Netze und Vertrieb bleiben und sich noch stärker ökologisch ausrichten. "Energiedienst wird aktiv Chancen wahrnehmen und gezielt das Geschäft ausbauen", sagte CEO Martin Steiger. Dazu gehöre es, weitere Bezugsquellen für erneuerbare Energien in der Schweiz und Deutschland zu erschliessen. In beiden Ländern strebe Energiedienst Partnerschaften an.
ABSATZ STABIL ERWARTET
Die Gesellschaft geht davon aus, Umsatz und Stromabsatz im laufenden Geschäftsjahr 2011 auf dem Niveau von 2010 zu halten. Wie sich die Profitabilität entwickeln werde, sei aber noch offen, sagte CEO Steiger. Dies hänge unter anderem mit gesetzlichen Vorgaben im Bereich erneuerbarer Energien in Deutschland zusammen.
Wegen einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs dürfte das Wechselverhalten der Kunden ähnlich bleiben und deshalb zu einer Abnahme der Kundenzahlen im Netzgebiet führen, hiess es weiter. Der Absatz beim "NaturEnergie"-Vertrieb im Bereich der Kunden aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor werde dagegen steigen, weil Unternehmen zunehmend Wert auf klimaneutrale und CO2-freie Produktion legten.
Mit den vorgelegten Zahlen traf Energiedienst die Markterwartungen. An der Börse gab es für die Aktien am frühen Nachmittag in einem freundlichen Gesamtmarkt leichte Abschläge, die Titel verloren 0,8% auf 51,55 CHF.
cc/ps

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