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Laufenburg (awp) - Die Energiedienst Holding profitierte im ersten Halbjahr 2010 von einer positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Dadurch stieg der Stromabsatz im Bereich Geschäfts- und Industriekunden. Während das Betriebsergebnis aufgrund einer hohen Vergleichsbasis unter dem Vorjahr ausfiel, kletterte der Reingewinn aufgrund eines Sondereffekts nach oben. Für das Gesamtjahr äusserte sich das Unternehmen dennoch etwas verhalten.
Der Energiedienstleister hat die Gesamtleistung im ersten Semester um 6% auf 413,2 Mio EUR gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank dagegen um 12% auf 42,4 Mio EUR. Das Unternehmensergebnis indes stieg durch die Auflösung von latenten Steuern als Folge einer Steuersatzsenkung im Kanton Aargau um 26% auf 46,5 Mio EUR, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Mit den Zahlen hat Energiedienst die Prognosen der Bank Vontobel knapp getroffen. Die Analysten hatten im Vorfeld einen EBIT von 43,0 Mio sowie einen Reingewinn von 47,0 Mio prognostiziert.
Den tiefern EBIT begründet das Unternehmen mit der hohen Vergleichsbasis. Im Vorjahr sei der EBIT von Sondereffekten wie ausserordentlichen Erträgen aus Anlagenverkäufen gestützt worden, sagte ein Unternehmenssprecher zu AWP.
Der Stromabsatz stieg im Halbjahr um 3,6% auf 3'764 Kilowattstunden (kWh), nach 3'633 Mio kWh im Vorjahr. Diese Entwicklung beruhe zum einen auf der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, die zu einer leichten Steigerung des Stromabsatzes im Bereich der Geschäfts- und Industriekunden geführt habe, zum anderen auf der erhöhten Nachfrage nach dem Ökostromprodukt NaturEnergie, heisst es. Hier stieg die Nachfrage um 24,6% auf 1'081 Mio kWh.
Starke Zuwächse hätten insbesondere ausserhalb des Netzgebiets von Energiedienst generiert werden können, heisst es weiter. Energiedienst ist eine Beteiligungsgesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe.
Die Investitionen sanken im ersten Halbjahr aufgrund der weit fortgeschrittenen Arbeiten am Maschinenhaus des Neubaus Wasserkraftwerk Rheinfelden um 15,7% auf 34,8 Mio EUR. Die Investitionen würden aus eigenen Mitteln finanziert, heisst es.
Für die zweite Jahreshälfte 2010 erwartet Energiedienst ein "leicht niedrigeres" EBIT als im Vorjahr. "Mit diesen Zahlen liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen", wird Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert.
Auch für das Gesamtjahr werde das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT etwas unter dem Vorjahr ausfallen, ergänzte der Unternehmenssprecher.
ch/ra

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