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Entscheidender Match gegen Togo

Schweizer Fans in Stuttgart vor dem Eröffnungsspiel gegen Frankreich.

(Keystone)

Bei seiner zweiten WM-Begegnung trifft das Schweizer Nationalteam am Montag in Dortmund auf die Spieler von Togo. Ein Sieg gilt schon jetzt als ein Muss.

Zwar verlor Togo seinen ersten Match gegen Südkorea und leidet seit Beginn der WM an internen Streitigkeiten. Doch bleibt die Mannschaft ein ernst zu nehmender Gegner.

"Das zweite Spiel gegen Togo wird entscheidend", hat der Trainer des Schweizer Teams, Köbi Kuhn, schon immer gesagt. Und einmal mehr geben ihm die Fakten recht.

Nach dem Unentschieden gegen Frankreich im ersten Spiel müssen sich die Schweizer gegen die Mannschaft aus Westafrika siegreich schlagen, wenn sie weiterkommen wollen.

Die Probleme des Teams aus Togo

Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe der Schweizer nicht allzu schwierig. Seit seiner Ankunft in Deutschland wird das Team aus Togo, das zum ersten Mal an einer WM teilnimmt, von internen Problemen aufgerieben.

Kraftproben zwischen den Spielern, die nicht trainieren wollen, und dem togolesischen Fussball-Verband wegen Prämien, protestreicher Rücktritt und anschliessend provisorische Wiedereinsetzung des deutschen Trainers Otto Pfister, und Streiterklärungen folgen sich in regelmässigen Abständen.

Nachdem sie von Südkorea geschlagen wurden, müssen die Togolesen jetzt auch noch auf zwei Schlüsselspieler verzichten, nämlich auf Jean-Paul Abola, der nach dem ersten Match ausgeschlossen wurde, und auf den verletzten Ludovic Assemoassa.

Immerhin können sie auf ihren Star-Stürmer Emmanuel Adebayor zählen. Dieser ist seit Anfang des Jahres ein Teamkollege der beiden Schweizer Verteidiger Philippe Senderos und Johan Djourou beim englischen Club Arsenal.

Vorsicht im Schweizer Lager

"Das wäre ein grosser Moment, wenn Philippe und ich gegen Emmanuel Adebayor spielen könnten", sagt Johan Djourou. "Er ist ein ausgezeichneter Spieler und wir müssen uns vor ihm in Acht nehmen."

Auch wenn die Begegnung in Dortmund unter den besten Vorzeichen steht, bleibt das Schweizer Team doch vorsichtig.

"Der Match ist noch nicht gewonnen und Togo ist eine sehr gute Mannschaft. Das wird kein Sonntagsspaziergang", warnt Trainer Köbi Kuhn. "Ich kenne Otto Pfister seit langem und weiss, welche Register er ziehen kann. Afrika ist kein Geheimnis für ihn."

Der Schweizer Mannschafts-Kapitän Johann Vogel pflichtet ihm bei: "Ein Team, das hinter den Kulissen Probleme austrägt, kann auf dem Spielfeld umso geeinter auftreten."

Ausserdem dürfte die Temperatur am Montag Nachmittag in Dortmund wieder auf über 30 Grad steigen. Da hätten die Afrikaner, die die Hitze mehr gewohnt sind, wohl einen gewissen Vorteil.

"Wir wissen, was uns erwartet", sagt der Verteidiger Ludovic. "Und wir wissen auch, dass es für uns schwieriger ist, wenn wir in der Rolle des Favoriten spielen. Ein 1:0-Sieg wäre wunderbar."

Philippe Degen in vertrauter Umgebung

Im Schweizer Lager freut sich der Verteidiger Philipp Degen ganz besonders auf diese Begegnung, weil sie in einem Stadion stattfindet, das er gut kennt. Während der Saison spielt er mit dem lokalen Club Borussia.

"Das ist ein spezielles Gefühl, in Dortmund spielen zu dürfen", sagt er. "Und ich hoffe, dass ebenso viele Schweizer zu diesem Match kommen werden, wie zuvor nach Stuttgart."

swissinfo, Mathias Froidevaux, Bad Bertrich
(Übertragung aus dem Französischen: Susanne Schanda)

In Kürze

Am ersten Spieltag der Gruppe G hat die Schweiz unentschieden gegen Frankreich gespielt und Togo gegen Südkorea 2:1 verloren.

Abgesehen vom Spiel kürzlich gegen die Elfenbeinküste (1:1 am 27. Mai in Basel) ist das Schweizer Team seit 13 Jahren mit keiner afrikanischen Mannschaft konfrontiert worden.

An einem Turnier 1983 in Afrika hat die Schweiz 1:0 gegen die Elfenbeinküste und 3:2 gegen Simbabwe verloren, bevor sie ein Unentschieden gegen Kenia erzielte (0:0).

Der deutsche Trainer des Teams von Togo, Otto Pfister, kennt die Schweiz gut. Er ist mit einer Schweizerin verheiratet und lebt in der Schweiz.

Zwei Spieler aus Togo spielen in der Schweiz. Yao Junior Senaya in der 2. Liga bei YF Juventus und Yao Aziawonou in der Super League für die Young Boys Bern.

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Fakten

Die Schweizer Nationalmannschaft nimmt zum 8. Mal an einer Fussball-Weltmeisterschaft teil.
Die besten Resultate haben die Schweizer 1934, 1938 und 1954 erzielt, als sie bis zu den Viertelfinals vorgestossen sind.
An der WM in Deutschland trifft die Schweiz in der ersten Runde auf Frankreich, Togo und Südkorea (Gruppe G).

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