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BENEDIKTBEUERN/MÜNCHEN (awp international) - Die Entscheidung über den künftigen BayernLB-Chef wird voraussichtlich im Februar fallen. "Wir werden das sehr rasch entscheiden. Aber ob das Anfang Februar oder Ende Februar der Fall sein wird, kann ich Ihnen nicht sagen", sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Freitag bei der Winterklausur der FDP-Landtagsfraktion in Benediktbeuern. Damit reagierte er auf einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag), in dem von einem Konflikt um die Besetzung des Chefpostens der krisengeschüttelten Landesbank die Rede war. Die nächste Sitzung des BayernLB-Verwaltungsrates sei für Februar geplant, sagte Zeil.
Kurz vor Weihnachten hatte der frühere Vorstandsvorsitzende der Bank, Michael Kemmer, wegen des Milliardendebakels um die einstige BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria seinen Posten geräumt. Seither führt Stefan Ermisch die Landesbank kommissarisch. Zu den Kandidaten für den Chefposten wollte sich Zeil nicht äussern. Es gebe "exzellente Leute" sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Bank.
SEEHOFER UND FAHRENSCHON: PERSONALSPEKULATIONEN UNANGEBRACHT
Um den Spekulationen um einen Streit in der schwarz-gelben Regierungskoalition entgegenzutreten, teilten Zeil sowie Ministerpräsident Horst Seehofer und Finanzminister Georg Fahrenschon (beide CSU) gemeinsam mit, Personalspekulationen seien unangebracht und schadeten der Restrukturierung der Landesbank. Die endgültige Besetzung des BayernLB-Vorstandsvorsitzes sei "angesichts der Tragweite der Entscheidung wohl abzuwägen". "Über die Vorgehensweise sind wir uns von Anfang an einig gewesen. Da geht Sorgfalt vor Schnelligkeit." Die Bank müsse wieder zu einem nachhaltig profitablen Institut gemacht werden, das sich stärker auf Kunden wie den bayerischen Mittelstand konzentriere.
Der Finanzexperte der Landtags-FDP, Franz Xaver Kirschner, plädierte dafür, Ermisch dauerhaft als Vorstandschef zu installieren. "In dieser Situation brauchen wir eine klare Führung", sagte Kirschner. "Der jetzige Zustand ist unmöglich." Das Argument, dass der 44-jährige Ermisch zu jung sei, will Kirschner nicht gelten lassen. "Es gibt Vorstandsvorsitzende in Deutschland, die sind 37, 38 Jahre."
Laut "SZ" hatte der Verwaltungsrat bei seiner Sitzung am Mittwoch davon abgesehen, Ermisch zum Nachfolger Kemmers zu benennen. Während neben Kirschner auch Zeil viel von Ermisch halten soll, sähen das Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) und die Mehrheit des Verwaltungsrates offenbar anders, hiess es in dem Bericht. Aus dem Kontrollgremium und dessen Umfeld sei zu hören, man lehne Ermisch als Bank-Chef ab. Vor allem in der CSU sei man der Ansicht, der Manager, der seine Karriere als Analyst begonnen habe, sei keine Dauerlösung. "Ermisch hat sich bislang noch nicht einmal an die Mitarbeiter gewandt, es herrscht Verunsicherung, wohin die Bank steuert", zitierte die Zeitung einen hochrangigen Mitarbeiter. Die BayernLB wollte sich dazu am Freitag nicht äussern und verwies auf den Verwaltungsrat./ch/cs/aro/DP/he

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