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Eon hält an Strategie fest (AF)

DÜSSELDORF (awp international) - Deutschlands grösster Stromversorger Eon hält nach der Katastrophe in Japan an seiner Strategie fest. Daran ändere sich unter dem Strich nichts, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen am Montagabend bei einem Pressegespräch in Düsseldorf. Im November vergangenen Jahres hatte Eon eine Abkehr von der primär europäischen Orientierung hin zu einer globaleren Aufstellung mit Fokus auf Einzellösungen verkündet. Dazu sollen zwei neue Märkte ausserhalb von Europa erschlossen werden, die aber noch nicht bekannt sind. Um diese Expansion zu bezahlen und Schulden abbauen zu können, will Eon bis 2013 Unternehmensteile im Volumen von 15 Milliarden Euro verkauft haben.
Die Brennelementesteuer und der Fonds für Erneuerbare Energien, Probleme im Gasgeschäft sowie die bevorstehende Vollauktionierung von CO2-Zertifikaten sorgten bei dem Konzern schon vor den Geschehnissen in Fukushima für Kopfzerbrechen. Daher wurde bereits mit Gewinneinbussen gerechnet. Nun kommt dem Unternehmen zufolge durch das dreimonatige Moratorium für die Laufzeitverlängerung und die damit verbundene Abschaltung der älteren Kernkraftwerke noch eine negative Belastung in Höhe von rund 250 Millionen Euro für das diesjährige Ergebnis hinzu. Diese resultiert daraus, dass Eon schon verkaufte Strommengen nun selber zukaufen muss und das zu einem höheren als dem einstigen Verkaufspreis.
Teyssen verteidigte seinen Kurs, anders als Wettbewerber RWE nicht gegen das Atommoratorium zu klagen. Die deutsche Bevölkerung habe eine "ruhige Denkpause" benötigt. "In so einem Moment zu klagen, hätte der Pause die Ruhe genommen und damit die Möglichkeit, zu einer Entscheidung zu kommen", sagte der Eon-Chef. Nun will er die Pläne der Bundesregierung zur neuen Energiepolitik abwarten, bevor er handelt. "Für ungewisse Konzepte sind Rahmenbedingungen nicht definierbar", sagte Teyssen./nmu/wiz

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