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Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Unternehmen stehen bezüglich der Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe in Japan auf ihr Geschäft noch völlig im Nebel. Laut dem Forschungsinstitut BAK Basel werden die Folgen für die Schweizer Wirtschaft allerdings begrenzt bleiben.
Weil nur 3,3% der Exporte der Schweiz nach Japan gehen, könnte die Wirtschaft dort auch einen grösseren Absatzeinbruch verkraften, wie das Institut am Montag mitteilte. Japan ist der siebtgrösste Handelspartner der Schweiz, zu dem im Wert von 6,73 Mrd CHF Güter und Dienstleistungen ausgeführt wurden.
Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hat im vergangenen Jahr vor allem Investitionsgüter im Wert von 1,2 Mrd CHF nach Japan exportiert. Somit machte das ostasiatische Land 1,8% der Gesamtexporte der MEM-Industrie aus.
Die Folgen der Erdbebenkatastrophe für die Industrie seien im Moment aber noch nicht abschätzbar, sagte Ivo Zimmermann, Sprecher des Branchenverbands Swissmem, der Nachrichtenagentur SDA. Auch die Schweizer Uhrenindustrie kann kaum voraussagen, was für sie das Erdbeben bedeute.
Laut dem Verband der Schweizer Uhrenindustrie sind Krisenzeiten immer schlecht für den Verkauf. Allerdings sei Japan schon seit Jahren ein schwieriger Markt.
Obwohl die japanischen Autohersteller Montagebänder stoppen, läuft der Import von Autos zunächst wie gewohnt weiter. Mark Straehl von Toyota Schweiz betont, dass 70% der in der Schweiz verkauften Autos der Marke in Europa produziert würden. "Lieferschwierigkeiten sind zurzeit nicht absehbar", so Straehl.
Auch die Schweizer Autozulieferer spüren den Produktionsstopp, zu dem sich neben Toyota auch Honda, Suzuki und Nissan entschlossen haben, kaum. So traf das Erdbeben die Anlagen des Chemiekonzerns Ems nicht. Die Industriegruppen Rieter und Georg Fischer sind auf den asiatischen Märkten stärker in China als in Japan engagiert.
Der Pharmakonzern Roche ist im Japan mit der Tochterfirma Chugai präsent. Die Auswirkungen der Katastrophe sind laut dem Unternehmen noch nicht genau festzustellen. Es habe kleinere Schäden an Gebäuden gegeben, hiess es. Zur Stunde habe man keine Kenntnis davon, dass Mitarbeiter zu Schaden gekommen seien.
Auch unter den 300 Mitarbeitern des Genfer Warenprüfungskonzerns SGS gibt es keine Opfer. Nahrungsmittelriese Nestlé teilt mit, dass seine Mitarbeiter in Japan ausser Gefahr seien.

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