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(Stand Sonntagabend)
Tokio (awp/sda/dpa) - Das Erdbeben und die dadurch ausgelöste Flutwelle haben in Japan immense Schäden angerichtet. Die Lage im Erdbebengebiet ist noch sehr unübersichtlich. Wie viele Opfer zu beklagen sind, war am Sonntag noch unklar - vermutlich sind es mehr als 10'000.
Er habe "keinen Zweifel", dass die Zahl der Toten bis auf über 10'000 allein in Miyagi steigen werde, sagte Polizeichef Naoto Takeuchi am Sonntag. Nach dem Erdbeben und der riesigen Flutwelle wurden laut der Nachrichtenagentur Kyodo an den Küsten der Provinzen Miyagi und Iwate mehr als 600 Leichen gefunden.
Die Behörden identifizierten bis zum frühen Montagmorgen (Ortszeit) 1597 Opfer, 1481 gelten nach Angaben der nationalen Polizeiagentur offiziell noch als vermisst. Die Behörden warnten vor weit höheren Opferzahlen, da man immer noch keinen Kontakt mit mehr als 10'000 Einwohnern habe.
Grosse Gebiete sind von der Umwelt abgeschnitten, Küstenstrassen sind teilweise unbefahrbar. Mehr als 20'000 Häuser sind zerstört oder beschädigt. Tausende erschöpfte Menschen warten laut den Berichten auf Rettung mit Helikoptern.
Die Region Miyagi wurde am schwersten von dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem verheerenden Tsunami getroffen, weil das Zentrum des Bebens nahe der Küstenregion lag. Die japanischen Behörden hoben unterdessen die Tsunamiwarnung für die Küstengebiete auf. Am Sonntagmorgen erschütterte ein starkes Nachbeben den Grossraum der Hauptstadt Tokio. In der Stadt wankten Hochhäuser.
Aus den am schlimmsten betroffenen Gebieten an der Küste flohen nach Medienberichten 450'000 Menschen vor den verheerenden Zerstörungen der Naturkatastrophe. Rettungskräfte wie Soldaten, Ärzte, Sanitäter und freiwillige Helfer arbeiteten auf Hochtouren.
In fünf Provinzen des Landes wurden mehr als 1400 Notlager - unter anderem in Schulen und Gemeindehäusern - eingerichtet. Augenzeugen berichten von Hamsterkäufen in Supermärkten. Mit Tankwagen wurde Trinkwasser in zerstörte Orte gebracht.
Hunderttausende Telefonkabel wurden zerstört. Internetverbindungen brachen zusammen und die meisten Handys haben in der Krisenregion keinen Empfang.
Nach den schweren Schäden an den Atomkraftwerken im Nordosten drohen dem Land Stromausfälle. Die Energiekonzerne planen, in den nächsten Wochen Strom zu rationieren. Japans Wirtschafts- und Industrieminister Banri Kaieda forderte kleinere Firmen auf, ihren Verbrauch zu drosseln.
Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Japan trafen immer mehr ausländische Helfer im Katastrophengebiet ein. Auch die Schweizer Helfer waren am Sonntag unterwegs zu ihrem Einsatzort. Das 25-köpfige Team sowie 9 Suchhunde trafen am Sonntag gegen Mittag (Ortszeit) in Tokio ein.
Bisher gibt es nach Angaben des EDA keine Informationen, wonach sich unter den Erdbebenopfern Schweizer Bürgerinnen und Bürger befinden. Das EDA passte am Wochenende seine Reisehinweise für Japan an: Es rät von allen Reisen in den Nordosten Japans, in die Präfekturen Nagano und Niigata sowie von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen ins übrige Japan ab.
uh

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