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Erdöl heizt Teuerung und Lohn-Streit an

Die deutlich höheren Preise für Erdölprodukte führen in der Schweiz zu einem Inflations-Schub. Im September belief sich die Jahres-Teuerung auf 2,3 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Dezember 1993, als die Jahres-Teuerung 2,5 Prozent betrug.

Dieser Inhalt wurde am 04. Oktober 2000 - 17:51 publiziert

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im September 2000 einen Anstieg um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 101,5 Punkten (Mai 2000 = 100).

Ohne Heizöl und Benzin hätte sich der Index im September um 0,1 Prozent ermässigt und die Jahresteuerung hätte lediglich 0,3 Prozent betragen.

Auch Import betroffen

Auch wenn die Preise für Erdölprodukte Ende September eher nach unten zeigten, könnte schliesslich mehr als die Hälfte der für das Jahr 2000 erwarteten mittleren Teuerung von 1,8 Prozent auf deren Einfluss zurückzuführen sein, schreibt das BFS.

Die gestiegenen Preise für Erdölprodukte wirkten sich auch auf die Importgüter aus. Hier stieg das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat um 4,3 Prozent. Innert Jahresfrist verzeichneten sie eine durchschnittliche Preissteigerung um 7,1 Prozent.

Teuerung heizt Lohnverhandlungen an

Während die Gewerkschaften den vollen Ausgleich fordern, wollen die Arbeitgeber nichts davon wissen. Peter Hasler, Direktor des Schweizerischen Arbeit-Geberverbands, rät zum Sparen beim Heizen und Autofahren.

Die Verweigerung des Teuerungsausgleichs sei völlig unbegründet, die Kaufkraft der Arbeitnehmer müsse erhalten bleiben, erklärte demgegenüber Pietro Cavadini, Sekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund.

swissinfo und Agenturen

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