Erneut Kritik an Calmy-Reys Iran-Besuch

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gerät wegen ihrer Iran-Reise erneut unter Beschuss. Die Glaubwürdigkeit der Schweiz als ernsthafter Mittler habe ernsthaften Schaden genommen, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses Ronald Lauder.

Dieser Inhalt wurde am 31. März 2008 - 18:16 publiziert

Der Besuch der Schweizer Aussenministerin kurz nach der "manipulierten Parlamentswahl" im Iran sei ein "propagandistischer Triumph für die Mullahs", schreibt Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) in einem Artikel, der am Montag auf der Website des WJC publiziert wurde.

"Frau Calmy-Rey hat die politische Glaubwürdigkeit ihres Landes für 5,5 Milliarden Kubikmeter Gas verhökert," schreibt Lauder zum Vertrag zwischen der iranischen Gasexport-Gesellschaft und der Schweizer Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg, der im Beisein der Aussenministerin unterzeichnet wurde.

"Uno zum Gespött machen"

"Wie um alles in der Welt kann man erwarten, dass die UNO-Sanktionen eine positive Wirkung entfalten, wenn ein UNO-Mitgliedsland - zudem noch Sitz vieler UNO-Institutionen - die Vereinten Nationen im Iran zum Gespött macht", so der WJC-Präsident.

Die Reise Calmy-Reys in den Iran war nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den USA und Israel bereits auf Kritik gestossen.

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