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Erste Schweizerisch-Türkische Gespräche in Ankara

Bundesrat Joseph Deiss (l.) ist am Sonntag (20.02.) zu einem dreitägigen Besuch in der Türkei eingetroffen. Die Schweiz und die Türkei wollen die jahrelang getrübten Beziehungen wieder normalisieren. Am Vormittag traf er Aussenminister Ismail Cem (r.).

Dieser Inhalt wurde am 21. Februar 2000 - 15:30 publiziert

Bundesrat Joseph Deiss (l.) ist am Sonntag (20.02.) zu einem dreitägigen Besuch in der Türkei eingetroffen. Die Schweiz und die Türkei wollen ihre während Jahren getrübten Beziehungen wieder normalisieren. Am Vormittag traf er Aussenminister Cem (r.).

Es ist die erste Visite eines Schweizer Aussenministers in Ankara seit 1991. Das Verhältnis zwischen der Türkei und der Schweiz war nach den tödlichen Schüssen vor der türkischen Botschaft in Bern im Juni 1993 abgekühlt. Damals war ein kurdischer Demonstrant durch Schüsse aus dem Botschaftsgebäude getötet worden.

Eine Normalisierung des Klimas wurde im Mai 1997 durch den Besuch von Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz in der Türkei markiert. Im vergangenen Juni hatte der Bundesrat mit grösster Besorgnis vom Todesurteil gegen PKK-Führer Öcalan Kenntnis genommen. Die türkischen Behörden waren aufgefordert worden, auf die Hinrichtung zu verzichten.

Neben bilateralen Fragen soll auch auf das Thema Menschenrechte eingegangen werden. Der EDA-Chef Joseph Deiss wird gesetzliche und institutionelle Reformen in der Türkei ansprechen, wo die Todesstrafe nicht abgeschafft ist.

Bundesrat Deiss wurde am späten Sonntagnachmittag auf dem Flughafen in Ankara vom Botschafter der Türkei in der Schweiz sowie von dem für Europa zuständigen Generaldirektor im türkischen Aussenministerium empfangen.

Am Montagmorgen trifft Deiss mit dem türkischen Aussenminister Ismail Cem zusammen. Am Nachmittag folgen Gespräche mit Präsident Süleyman Demirel und Regierungschef Bülent Ecevit.

Am Dienstag reist Deiss mit seiner zehnköpfigen Delegation nach Istanbul zu Wirtschaftsgesprächen mit Repräsentanten grosser Schweizer Unternehmen in der Türkei.

SRI und Agenturen

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