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Erster Unia-Kongress seit der Gründung

Die Gewerkschaft Unia prüft eine Volksinitiative zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Am Kongress in Lugano wählten die rund 400 Delegierten am Samstag zudem eine neue Führung.

An ihrem ersten Kongress seit der Gründung vor vier Jahren haben die Delegierten eine neue Geschäftsleitung gewählt. Diese hat neu 9 statt 11 Mitglieder. Bestätigt wurden die Co-Präsidenten Renzo Ambrosetti und Andreas Rieger.

Einen Schwerpunkt zum Abschluss des dreitägigen Kongresses bildete das Positionspapier "Gute Gesamtarbeitsverträge für alle". Nach intensiver Debatte nahmen die Delegierten das Papier mit einigen Änderungen an.

Demnach müssen etwa Gesamtarbeitsverträge gegenüber den gesetzlichen Minimalbestimmungen erhebliche Verbesserungen bringen und zum Beispiel Mindestlöhne und den automatischen Teuerungsausgleich vorsehen.

Die Delegierten hiessen zudem einen Antrag gut, wonach die Lancierung einer Volksinitiative zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns geprüft werden soll.

Unia ist mit rund 200'000 Mitgliedern die grösste Gewerkschaft der Schweiz. Sie ist vor vier Jahren aus dem Zusammenschluss von fünf Verbänden hervorgegangen.

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