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ETH-Forscher entwickeln Stress-Messgerät

Forscher der ETH Zürich haben Geräte entwickelt, die den Stresspegel von Menschen im Alltag messen sollen. Sie hoffen, dass die Sensoren in der Zukunft dazu beitragen, die Prävention von Erkrankungen wie Burnout und Depressionen zu verbessern.

Der von einem Team um Bert Arnrich vom Institut für Elektronik entwickelte "Stress-Assistent" analysiert laut der ETH Zürich diverse Indikatoren für Stress.

Er misst etwa die Leitfähigkeit der Haut an den Fingern, die Rate von Herzschlag und Atmung sowie den Gehalt des Stresshormons Cortisol im Speichel.

In Zusammenarbeit mit Psychologen der Universität Zürich führten die Forscher eine Studie durch, um die Zuverlässigkeit des neuen Messsystems zu überprüfen. Dazu wurden 30 Probanden eingeladen, an einem angeblich einfachen Rechen-Test teilzunehmen. In Wirklichkeit mussten sie unter Zeit- und sozialem Druck am Computer schwierige Aufgaben lösen.

Das Messgerät funktionierte gut: In 83% der Fälle erkannte das System zum Beispiel den Stresspegel aufgrund der Messung der Hautleitfähigkeit richtig. Unter Stress sondert der Körper nämlich mehr Schweiss ab, insbesondere an den Handflächen und an den Fusssohlen.

Auch im Stuhl angebrachte Drucksensoren gaben wichtige Hinweise: Weil die meisten Probanden unter Stress viel häufiger hin und her rutschten, wurde Stress mit dieser Methode in 73% der Fälle erkannt. Einige Menschen erstarrten bei Stress aber. Um Stress zuverlässig zu erkennen, seien deshalb diverse Messmethoden nötig, sagte Arnrich.

swissinfo.ch und Agenturen


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