Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

EU, FIFA und UEFA: ein positiver Abschluss!

FIFA-Präsident Blatter (links) und EU-Wettbewerbskommissar Monti gratulieren sich zu den umstrittenen Vereinbarungen über den Profi-Fussball in Europa.

(Keystone)

Nach der Einigung im Fussball-Transferstreit: Zufriedenheit bei EU, FIFA und UEFA, ein erstes positives Echo aus England, unterschiedliche Reaktionen aus Frankreich, Zurückhaltung und Skepsis in der Bundesliga. Ablehnung jedoch durch die internationale Spieler-Gewerkschaft Fifpro.

Der am Montagabend (05.04.) beim Gipfeltreffen von der EU-Kommission mit der FIFA und UEFA verabschiedete Kompromiss bei der Reform des Transfersystems hat zu unterschiedlichen Reaktionen geführt.

Der Schweizer FIFA-Präsident Joseph Blatter war "sehr glücklich" mit der nach fünfstündigen Gesprächen getroffenen Übereinkunft: "Ohne Spieler gibt es keinen Fussball, aber ohne Profi-Klubs gibt es auch keine Jobs im Fussball. Wir mussten die richtige Balance finden".

Unterschiedliche Reaktionen

Blatter und EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti besiegelten den nach einer neunmonatiger Kontroverse geschmiedeten Kompromiss durch den Austausch entsprechender Schriftstücke. Die Probleme mit der EU hatten sich für die FIFA bereits unter der Präsidentschaft von Joao Havelange abgezeichnet, waren aber erst unter Blatters Amtszeit aktuell geworden.

Für Blatters ist der Durchbruch am Verhandlungstisch auch als persönlicher Erfolg zu werten. Die neuen Richtlinien sollen auf die neue Saison hin angewendet werden.

Zustimmung erhielt die FIFA und UEFA von der englischen Profi-Fussballer-Vereiningung, auch von den Präsidenten der französischen Erstdivisionären AS Monaco und Lens wurde die Lösung begrüsst, derweil Jean-Louis Triaud, Präsident von Bordeaux, den Kompromiss als "schlecht" bezeichnete. Zustimmung kam auch aus den Reihen des dänischen Verbandes.

Die internationale Spielergewerkschaft ist da anderer Meinung: "Diese Übereinkunft akzeptieren wir nicht. Es ist ein schwarzer Tag für den europäischen Sport und die Fussballer".

Wichtigste Vereinbarungen

Verträge müssen mindestens für ein Jahr abgeschlossen werden. Verträge dürfen höchstens über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen werden.

Verträge mit Spielern, die bei Abschluss des Vertrages noch nicht 28-jährig sind, können einseitig frühestens nach drei Jahren gekündigt werden. Verträge mit Spielern, die nach deren 28. Geburtstag abgeschlossen werden, können frühestens nach zwei Jahren einseitig gekündigt werden. Unklar ist zur Zeit noch die Kündigungsfrist.

Wechselt ein Spieler, der älter als 23-jährig ist, den Klub oder wechselt er vor seinem 23. Geburtstag zum zweiten Mal, sollen seine ehemaligen an seiner Ausbildung beteiligten Klubs Geld aus einem Fonds erhalten.

Eine einheitliche Haupt-Transferzeit pro Saison, dazu eine kurze Transfer-Periode um die Weihnachtszeit. Ein Spieler darf pro Saison nur einmal den Verein wechseln.

swissinfo und Agenturen

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×