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BRÜSSEL (awp international) - Der transatlantische Streit um die Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird schärfer. Der amtierende Vorsitzende der EU-Finanzminister, Belgiens Ressortchef Didier Reynders, kritisiert inzwischen offen die Sperrminorität der USA. Eine Lösung zeichnet sich nicht ab. Der IWF ist eine Art internationale Finanzfeuerwehr: Er greift mit Milliardenkrediten ein, wenn Länder finanziell wackeln oder ihnen die Pleite droht.
Reynders sagte am Montag im Europaparlament: "Ist es normal, dass wir mit einem Vetorecht für die USA leben - nur für die USA -, in der Generalversammlung des IWF und in der IWF-Organisation?" Die Europäer müssten "einige Angelegenheiten" auf den Tisch bringen, notfalls in Konfrontation mit anderen Regionen der Welt.
Der IWF-Streit war schon in der vergangenen Woche Thema beim EU- Finanzministertreffen, ohne dass es einen einheitlichen Kurs gab. Hinter den Kulissen hiess es, die USA übten Druck aus, um einen geringeren Einfluss der Europäer im Verwaltungsrat des Währungsfonds durchzudrücken. Ziel ist schon länger, Schwellenländern wie China mehr Gewicht einzuräumen.
Der institutionelle Streit ist kompliziert. Nach Medienberichten droht Washington damit, vom 1. November an eine Ausnahme, wonach 24 statt eigentlich 20 Sitze im Verwaltungsrat möglich sind, nicht mehr zu verlängern. Die Europäer haben derzeit ein Drittel der Sitze inne.
Die USA haben beim IWF einen Stimmenanteil von rund 17 Prozent, Japan kommt auf rund 6 Prozent, ebenso wie Deutschland. Die 27 EU- Mitglieder verfügen insgesamt über rund 32 Prozent der Stimmen. Bestrebungen, wonach die EU nur mit einem Sitz vertreten sein könnte, waren bisher schon in Brüssel ins Leere gelaufen./cb/DP/he

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