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EU-Währungskommissar Almunia erwartet Yuan-Aufwertung

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2009 - 06:40 publiziert

BRÜSSEL (awp international) - EU-Währungskommissar Joaquín Almunia erwartet, dass China den Yuan tendenziell aus der festen Bindung zum US-Dollar lösen wird. Die chinesische Führung wisse und akzeptiere es, dass sie ihre Wirtschaft neu ausbalancieren müsse und dass dafür eine gewisse Aufwertung der Währung nötig sei, sagte Almunia dem "Handelsblatt" (Dienstag). Almunia wird Ende kommender Woche nach Peking reisen, um mit der chinesischen Führung über deren Wechselkurspolitik zu sprechen. Der Spanier wird vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, und vom Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, begleitet.
Die Europäer befürchten, dass der ihrer Meinung nach deutlich unterbewertete Yuan die europäischen Exporte nach Asien zunehmend belastet. Vor der Finanzkrise hatte China damit begonnen, die Währung vorsichtig vom Dollar zu lösen. Doch als sich Finanzkrise Ende 2008 zuspitzte, kehrte China zur festen Dollar-Bindung zurück. Grund dafür sei die chinesische Angst, dass ein Kurssturz des Dollar gegenüber dem Yuan den Wert der gewaltigen chinesischen Dollar-Reserven dramatisch mindern könnte, hiess es in Brüssel. Nach dem Abflauen der Finanzkrise bestehe diese Gefahr nicht mehr. Deshalb könne China nun eine gewisse Aufwertung des Yuan gegenüber dem Dollar wagen.
bb/DP/zb

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