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EU will Grossbanken künftig nicht mehr um jeden Preis retten

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 20:40 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Die EU will ins Schlingern geratene Grossbanken künftig nicht mehr um jeden Preis retten. Im Notfall müsse es auch möglich sein, ein grenzüberschreitend tätiges Geldinstitut zu liquidieren, heisst es in einer Beschlussvorlage für den EU-Finanzministerrat (Ecofin), die dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) vorliegt. Der Ecofin-Rat wird am kommenden Dienstag in Luxemburg über das Papier beraten. Die EU benötige eine "glaubwürdige Alternative zur staatlichen Stützung" von Banken, heisst es in dem Papier. Deshalb müssten die beteiligten Finanzaufsichtsbehörden für jede europäische Grossbank ein individuelles "Notfallszenario" sowie einen spezifischen "Abwicklungsplan" entwickeln. Dies soll bereits im kommenden Jahr geschehen.
Die EU will ausserdem ab dem kommenden Jahr alle Grossbanken regelmässig europaweiten Stresstests unterziehen, wie es weiter in dem Papier heisst. Zudem planen die Finanzminister ein europäisches Sicherungssystem bei Banken und Versicherungen, um Kapitalanlagen vor Banken-Pleiten zu schützen. In der EU gibt es zur Zeit nur nationale Einlagen-Sicherungssysteme./ck

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