EU will Medikamenten-Fälschungen bekämpfen

Um Medikamenten-Fälschungen zu verhindern, will die EU-Kommission künftig auf rigorose Sicherheitsmerkmale auf jeder Packung setzen. Die Schweizer Behörden zeigen sich interessiert.

Dieser Inhalt wurde am 10. Dezember 2008 - 18:42 publiziert

Allein im vergangenen Jahr seien in der EU mehr als 2,5 Mio. gefälschte Medikamente beschlagnahmt worden, sagte EU-Kommissar Günter Verheugen.

Die EU-Kommission will mit den neuen Vorschriften unter anderem die Rückverfolgbarkeit von Medikamenten sicherstellen.

Vorgesehen ist, dass die Unternehmen Barcodes, Authentifizierungs-Nachweise und die Versiegelung der Verpackungen garantieren müssen.

Die Einführung dieser Massnahmen würde zu Mehrkosten bei verschreibungspflichtigen Medikamenten führen. Quantifizieren lassen sich diese laut Verheugen aber nicht. Er verwies zudem auch auf Einsparungen, so müssten etwa mit dem neuen System weniger Medikamente zurückgerufen werden.

In der Schweiz warten die Behörden interessiert, ob die zusätzlichen Sicherheitsbestimmungen in der EU eingeführt werden. "Wenn es eine europäische Lösung gibt, dann würde sich die Schweiz anschliessen", sagte Swissmedic-Sprecher Joachim Gross.

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