Europa-Première: Volkszählung per Internet

In der Schweiz wird anfangs Dezember die Volkszählung 2000 durchgeführt. Erstmals in Europa wird dabei auch das Internet genutzt. Alle in der Schweiz wohnhaften Personen müssen die Fragen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beantworten.

Dieser Inhalt wurde am 09. November 2000 - 12:43 publiziert

Am 5. Dezember gilt es ernst für die Volkszählung 2000. Über 90 Prozent der Bevölkerung erhält ab dem 27. November die Fragebogen zur Volkszählung 2000 per Post. Zählpersonen kommen im Unterschied zu bisherigen Volkszählungen kaum mehr zum Einsatz, wie die Verantwortlichen des BFS am Donnerstag (09.11.) vor den Medien ausführten.

Pro Haushalt muss ein Haushaltfragebogen ausgefüllt werden, jede Person muss zudem die 21 Fragen auf dem Personenfragebogen beantworten. Wohnungseigentümer erhalten zudem einen Gebäudefragebogen. Stichtag ist der 15. Dezember 2000.

90 Prozent aller in der Schweiz wohnhaften Menschen können die Fragen übers Internet beantworten, wie BFS-Vizedirektor Werner Haug sagte. Mit auf den zugeschickten Bögen aufgedruckten Benutzer-ID und Passwort muss man sich unter "www.e-census.ch" einloggen.

Die Übermittlung der Daten erfolge über eine 128-bit-Verschlüsselung und sei damit sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand. Inhaltlich sind die Fragen laut Haug seit 1990 kaum verändert worden. Zwei Fragen zur Ermittlung der Gleichberechtigung seien hinzugekommen. Eine betreffe die Anzahl Kinder und die andere unbezahlte Arbeit.

Die ausgefüllten Fragebogen müssen bis am 12. Dezember zurückgeschickt werden. Wer falsche Angaben macht oder den Fragebogen nicht einreicht, riskiert eine Busse von bis zu 1000 Franken.

Die Volkszählungsdaten bilden die Grundlage für die Beschäftigungs-, Gesundheits- und Sozialpolitik in der Schweiz. Kostenpunkt: rund 150 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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