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(Meldung ergänzt um Angaben aus der Telefonkonferenz, Analystenkommentar und Aktienkurs)
Reinach (awp) - Das Baselbieter Biotech-Unternehmen Evolva will seinen US-Partner Abunda Nutrition, mit dem es seit 2009 an der Entwicklung von Lebensmittelzusatzstoffen zusammenarbeitet, kaufen. Dabei geht es hauptsächlich um die Herstellung der zentralen Bestandteile des natürlichen Süssstoffes Stevia durch Fermentation in Hefe, wo die firmeneigene Evolva-Technologie zum Einsatz kommt. In einem Analystenkommentar wird die Übernahme indes skeptisch beurteilt, die Aktie gibt etwas nach.
Der Süssstoffmarkt belaufe sich auf 70 Mrd USD und habe ein Wachstumspotential von bis zu 10% jährlich, je nach Preisentwicklung, erklärte CEO Neil Goldsmith an einer Telefonkonferenz vom Dienstag. Dabei mache der Anteil der hochintensiven Süssstoffe, zu denen auch Stevia gehöre, etwa 1,2 Mrd USD aus. "Die hochintensiven Süssstoffe sind jedoch das am schnellsten Wachsende Segment im Süssstoffmarkt", so der CEO. Vor allem die fortschreitende Alterung und die damit verbundene Häufung von Diabetes dürften dieses Wachstum noch beschleunigen.
Bei der Fusion soll das Schweizer Unternehmen 100% des Abunda-Stammkapitals im Austausch für 25 Mio Evolva-Aktien übernehmen, was 12,9% des Evolva-Kapitals nach Abschluss der Transaktion entsprechen werde. Somit werden die beiden malaiischen Venture-Capital-Geber, welche die momentanen Hauptaktionäre von Abunda sind, zu Evolva-Aktionären, so Goldsmith weiter..
Werden innert 19 Monaten bestimmte Meilensteine erreicht, so erhalten die Abunda-Anteilseigner zudem bis zu 12 Mio zusätzliche Aktien sowie in den darauf folgenden drei Jahren einen Anteil aus den mit den Abunda-Vermögensanteilen erzielten Barerträgen im "niedrigen zweistelligen Prozentbereich", erklärte der CEO weiter.
Die Übernahme werde die Cash-Situation Evolvas indes nicht belasten, da Abunda ausreichende liquide Mittel für die Entwicklung des eigenen Produktportfolios bis Ende des Jahres 2012 mitbringe, so Goldsmith. Damit sei der aktuelle Bestand an liquiden Mittel für die geschäftlichen Aktivitäten von Evolva bis Ende 2012 ausreichend.
Die erwarteten Barabflüsse und Investitionen aus Geschäftstätigkeit und Investitionen von Evolva für 2011 dürften wegen der Übernahme auf 22 Mio CHF von 20 Mio CHF ansteigen. 2010 hatte sich der Barabfluss auf 18,1 Mio CHF belaufen. Zudem dürfte der Umsatz 2011 leicht zurückgehen. Dies würde aber durch einen Anstieg der liquiden Mittel in der Bilanz von Evolva bei Abschluss der Transaktion neutralisiert. Die aktuellen Optionspläne von Abunda würden zudem zu nicht liquiditätswirksamen Belastungen auf die Erfolgsrechnung 2011 von Evolva führen.
Die Transaktion wurde von den Verwaltungsräten beider Unternehmen bewilligt und hängt noch von der Genehmigung der erforderlichen Kapitalerhöhung durch die Aktionäre von Evolva an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Mai ab. Im Falle der Annahme geht das Unternehmen von einem Abschluss der Übernahme am Ende des zweiten Quartals bzw. zu Beginn des dritten Quartals 2011 aus.
Vontobel-Analyst Andrew Weiss gibt sich gegenüber der Übernahme skeptisch. Die Ausgabe von bis zu 37 Mio neuer Aktien werde eine Verwässerung von bis zu 25% zur Folge haben. Er erwarte, dass sich der Druck auf die Aktie erhöhen werde, da nun Wagniskapitalgeber versuchen würden, auszusteigen. Deshalb bestätigt der Experte sein Rating "Reduce" und das Kursziel von 1,10 CHF.
Auch Anleger zeigen sich nicht überzeugt, die Aktie verliert bis gegen 11.50 Uhr 2,5% auf 1,58 CHF. Gehandelt wurden bereits knapp 115'000 Aktien, was bereits deutlich über dem durchschnittlichen Tagesvolumen von 103'000 Transaktionen liegt. Der Gesamtmarkt (SPI) steigt derweil um 0,07%.
dl/uh

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