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Ex-Chef von AMD zieht Konsequenzen aus Insider-Skandal

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 17:10 publiziert

NEW YORK (awp international) - Der frühere Chef des US-Chipkonzerns AMD, Hector Ruiz, hat angesichts angeblicher Verwicklung in den grossen Insider- Skandal an der Wall Street Konsequenzen gezogen. Der Manager gibt den Verwaltungsratsvorsitz bei der AMD-Produktionstochter Globalfoundries vorzeitig ab. Ruiz soll nach übereinstimmenden US-Medienberichten ein Informant für illegale Aktiengeschäfte gewesen sein. Er wird aber in der Affäre um Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam von den Behörden nicht selbst beschuldigt.
Der 63 Jahre alte Ruiz wollte sich ohnehin zum Jahreswechsel von der Spitze des Verwaltungsrates zurückziehen. Nun nehme er bis dahin eine Auszeit, so das Unternehmen am Montag. Globalfoundries ernannte einen Interim-Vorsitzenden. Advanced Micro Devices (AMD) hat über die Beteiligung auch einen grossen deutschen Standort in Dresden. Der Hersteller ist schärfster Rivale von Branchenprimus Intel. Ruiz hatte von 2002 bis 2008 auch an der Spitze des AMD-Konzerns gestanden.
Sein Name gilt als bisher hochrangigster in der Affäre. Im wohl grössten Insider-Skandal eines US-Hedgefonds waren vor zwei Wochen der in Sri Lanka geborene Rajaratnam und fünf mutmassliche Komplizen festgenommen worden. Sie sollen durch vertrauliche Informationen unerlaubt Aktiengewinne von 20 Millionen Dollar (14 Mio Euro) erzielt haben, bestreiten die Vorwürfe aber.
fd/DP/stb

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