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MÜNCHEN (awp international) - Im milliardenschweren Schmiergeld-Skandal bei Siemens stehen den früheren Vorstandsmitgliedern Thomas Ganswindt und Heinz-Joachim Neubürger in Kürze Schadenersatzklagen ins Haus. Der Elektrokonzern hatte sich mit den beiden Ex-Managern nicht auf Vergleiche einigen können und deshalb Klagen gegen sie noch vor der Hauptversammlung am kommenden Dienstag (26. Januar) angekündigt, die Frist läuft also am Montag ab. Siemens wollte sich dazu am Freitag nicht äussern. Gegen beide Ex-Vorstände laufen auch strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München.
Anfang Dezember hatte sich Siemens mit einem Grossteil der Führungsspitze um Ex-Konzernchef Heinrich von Pierer auf Zahlungen zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro als zumindest symbolischen Ausgleich für den Milliarden-Schaden durch den Korruptionsskandal geeinigt. Die Anleger müssen den Vereinbarungen bei der Hauptversammlung noch zustimmen. Von Neubürger hatte Siemens vier Millionen und von Ganswindt eine Million Euro verlangt, beide hatten die Forderungen aber abgelehnt. Deshalb seien Schadenersatzklagen in Vorbereitung, die sich "an der finanziellen Leistungsfähigkeit der Betroffenen orientieren" werden, heisst es in der Einladung zu dem Siemens-Aktionärstreffen.
Das Unternehmen hatte seinen früheren Managern vorgeworfen, bei den Geschäften des Unternehmens nicht genau genug hingeschaut und so das System aus schwarzen Kassen und fingierten Beraterverträgen begünstigt zu haben. Darüber sollen über Jahre hinweg rund 1,3 Milliarden Euro in dunklen Kanälen verschwunden und als Schmiergeld zur Erlangung von Aufträgen im Ausland eingesetzt worden sein. Pierer hatte eine persönliche Verantwortung für den Korruptionsskandal zwar stets von sich gewiesen, sich aber nach zähem Ringen trotzdem zur Zahlung von fünf Millionen Euro bereiterklärt./cs/DP/stb

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