Expo.02: Nach wie vor ungelöste Probleme

Die Beziehungen zwischen der Expo-Generaldirektion und der Firma Batigroup bleiben gespannt. Immerhin sei eine Einigung für die Kontrollen der schadhaften Plattform-Pfähle in Neuenburg getroffen worden, sagte Nelly Wenger am Donnerstag (21.09.) in Bern.

Dieser Inhalt wurde am 21. September 2000 - 15:14 publiziert

Für die Arteplage in Biel konnten die Mehrkosten um zehn Mio. Franken reduziert werden.

Die Verhandlungen mit dem Generalunternehmer Batigroup über die Kontrollen der Pfähle der bereits bestehenden Plattform in Neuenburg seien sehr kompliziert gewesen, sagte Expo-Generaldirektorin Wenger an der Medienkonferenz. Gemäss der getroffenen Vereinbarung übernimmt Batigroup eine erste Kontrolle an der Hälfte der insgesamt 64 Pfähle.

Für jeden schadhaften Pfahl muss Batigroup die Kontrolle eines weiteren übernehmen. Der Expo obliegt die Kontrolle der übrigen Pfähle. Die Tests sind notwendig geworden, nachdem zwei Pfeiler gebrochen waren. "Das Problem mit den Pfeilern ärgert uns enorm", sagte Wenger. "Es bringt innerhalb der Verhandlungen mit Batigroup weitere Verzögerungen, die wir uns nicht leisten können".

Der Streit um die Stillstandskosten wurde in gegenseitigem Einvernehmen einem Schiedsgericht übertragen. Maximal werden sie sechs Mio. Franken betragen, sagte Wenger.

Um die vom Steuerungskomitee geforderten zehn Mio. Franken bei der Bieler Arteplage einzusparen, seien bauliche Veränderungen beschlossen worden, sagte Expo-Bauchef Ruedi Rast. Damit liegen die Kosten noch 7,3 Mio. über dem Budget. Diese müssen vom Gesamtbudget der Expo.02 von 1,4 Mrd. Franken aufgefangen werden.

Für die Arteplage in Murten werde nach weiteren wirtschaflichen Lösungen gesucht, sagte Rast. Allerdings werde auch diese Plattform 3,7 Mio. Franken mehr kosten. Einzig in Yverdon könne dank ausgearbeiteter Alternativen das Budget eingehalten werden.

Der Bau der vier Arteplages werde mindestens elf Mio. Franken mehr kosten als die budgetierten 50 Millionen, sagte Wenger. Die Stillstandskosten und Ausgaben für die Tests sind dabei nicht mitgerechnet. Die neuen Offerten von Batigroup seien ein Mehrfaches darüber gelegen. "Die Verhandlungen gehen weiter, die Beziehungen bleiben gespannt", sagte Wenger. Für die Bauten in Yverdon und Murten würden auch andere Offerten geprüft; aufgrund des Grundvertrags bliebe das Vorzugsrecht aber bei Batigroup.

60 Millionen fehlen für Ausstellungsprojekte

Unsicher sei auch nach wie vor die Finanzierung der rund 40 Ausstellungsprojekte. Gemäss letztem Stand der Sponsoringzahlen vom 31. August fehlt ein Betrag von rund 60 Mio. Franken. Wegen sich abzeichnender Vertragsabschlüsse vornehmlich in der Westschweiz, gab sich Wenger aber optimistisch, den fehlenden Betrag bis Ende Jahr unter Dach und Fach zu haben.

swissinfo und Agenturen

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