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Expo.02: SAir zieht sich zurück

Der Blick von oben auf die Arteplage Yverdon wird fehlen: Die SAir hätte einen Turm gesponsert.

Einen Tag nach dem Ausstieg von Orange zieht sich auch die SAirGroup von der Expo.02 zurück. Die SAirGroup wollte ursprünglich das Projekt Universum in Yverdon mit sechs Mio. Franken unterstützen. Die Expo reagiert auf den Entscheid verärgert und spricht von einem Skandal.

SAirGroup-Verwaltungsrats-Präsident Erich Honegger hatte Expo-Präsident Franz Steinegger am vergangenen Dienstag über den Ausstieg telefonisch informiert.

Finanzen als Absage-Grund

Die Finanzen seien ein Grund für die Absage, zudem habe man zurzeit andere Prioritäten, so die SAirGroup in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, es werde die Landesausstellung nun mit einer Million Franken unterstützen, "verbunden mit einer noch festzulegenden Swissair-Präsenz".

Die SAirGroup versteht ihre Millionenspende als Beweis der "Verbundenheit mit der Landesausstellung".

Ohrfeige für die Schweiz

Dennoch: Die Absage sei eine Ohrfeige für die Expo.02, den Bundesrat und die Schweiz, sagte Expo-Sprecher Laurent Paoliello am Donnerstag (22.02.). Nachdem die SAirGroup noch am vergangenen 29. Januar schriftlich ihr Interesse für das Projekt zugesagt habe, sei die Art und Weise dieses Rückzugs ein absoluter Skandal.

Paoliello stellte die 6 Millionen der Expo verweigerten Franken in Bezug zu den 240 Millionen Franken, die die SAirGroup für die Rettung der belgischen Fluggesellschaft Sabena bereit stellen will. Angesichts der hunderten von Millionen Franken an Investitionen der SAirGroup im Ausland zeuge der Rückzug von einer verachtenden Haltung gegenüber der Schweizer Bevölkerung, vor allem aber gegenüber der Romandie, sagte Paoliello.

Anders als bei Orange existierte zwischen der Expo und der SAirGroup jedoch kein schriftlicher Sponsoring-Vertrag.

Sie werden es bedauern

Auch wenn zwei Partner abgesprungen seien - mit den 36 anderen Partnern werde intensiv weitergearbeitet. "Ich bin mir fast sicher, dass am 15. Mai 2002 SAirGroup und Orange bedauern werden, dass sie nicht mit von der Partie sind", sagte Expo-Sprecher Toni Burgener gegenüber swissinfo. Die Frage, ob es die Expo.02 überhaupt geben werde, stelle sich gar nicht mehr, so Burgener.

Etwas Wichtiges wird allerdings fehlen: Das SAirGroup-Projekt hätte zum Basisprogramm der Expo.02 gehört, ein begehbarer Turm in Yverdon.

swissinfo und Agenturen


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