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Expo-Schwinget an Grab

Martin Grab (oben) bodigt im Schlussgang Schwingerkönig Arnold Forrer.

(Keystone)

Schwingerkönig Arnold Forrer besiegte zum Auftakt den Schwyzer Herausforderer Martin Grab. Diesem gelang in der 10. Minute des Schlussgangs die Revanche.

Der Schwinget der Landesausstellung vor 8000 Zuschauern hatte zwar keinen Kranzfest-Status, war aber als gesamtschweizerischer Anlass dennoch höher einzustufen.

"Für mich sind der Expo-Schwinget und der Kilchberger Schwinget in dieser Saison gleichwertig", sagte Martin Grab, der Rothenthurmer Sieger, der am 8. Juli erst 23 Jahre alt wird nach seinem Triumph. Es sei deshalb auch der wichtigste Sieg seiner Karriere. Er hat in seiner jungen Karriere schon fünf Kranzfeste gewonnen.

Verwirrung im Schlussgang

Die 4. Minute im Schlussgang eines bedeutenden Fests hat es neuerdings in sich. Am "Eidgenössischen" in Nyon zog sich Arnold Forrer zu diesem Zeitpunkt gegen Jörg Abderhalden den Rippenbruch zu, der ihn bis zum Triumph noch während mehr als einer Viertelstunde üble Schmerzen erdulden liess.

In Murten spielte sich ebenfalls nach vier Minuten eine der denkwürdigsten Szenen des Schwingsports ab. Martin Grab glaubte seinen Gegner auf dem Rücken zu haben und begann, selber am Boden liegend, zu jubeln. Arnold Forrer reagierte trotz seiner 115 kg blitzschnell, drehte sich um und drückte den Gegner seinerseits ins Sägemehl.

Der Platz-Kampfrichter erkannte auf Sieg für Forrer. Auf Intervention der beiden bestimmenden Kampfrichter am Tisch wurde das Duell jedoch fortgesetzt; Forrer hatte offensichtlich für einen Augenblick keinen Griff gefasst.

Die Entscheidung in der schmucken Arena im SBB- Ausbildungszentrum Löwenberg in Murten-Muntelier fiel rund sechs Minuten später, als Martin Grab einen Gammen anbrachte.

Gesteller Gang hätte gereicht

Arnold Forrer hatte die ersten fünf Duelle alle gewonnen und war mit einem halben Punkt Vorsprung in den Schlussgang gestiegen. Weil alle übrigen Spitzenpaarungen des 6. Gangs unentschieden endeten, wusste er, dass ihm ein Remis (Gestellter) zum Sieg reichen würde .

Das Kalkül ging nicht auf. Forrer versuchte es zwar mit einer frühen Attacke, "aber dann merkte ich, dass er eher auf Sicherheit zu schwingen begann", so Martin Grab hinterher.

Grosses Gefälle hinter den Topschwingern

Nach den verletzungsbedingten Absagen von Spitzenschwingern wie Jörg Abderhalden, Thomas Sutter, Christian Vogel, Adrian Laimbacher und Daniel von Euw war in Murten alsbald zu erkennen, dass nur der zweite starke Schwyzer Heinz Suter mit Forrer und Grab würde mithalten können.

Aber nach drei anfänglichen Siegen gegen eidgenössische Kranzschwinger stellte Suter zweimal (gegen Kuno Sutter und Christian Oesch) und wurde dreiviertel Punkte hinter Forrer Dritter.

Gesamtschweizerische Anlässe sind anscheinend nicht die Sache des 27-jährigen Muotathalers.

Duell Forrer - Suter verpasst

Das Einteilungs-Kampfgericht unter dem neuen Technischen Leiter Bruno Stofer leistete insgesamt sehr gute Arbeit. Schade war nur, dass es sich im 4. Gang nicht für die Spitzenpaarung Forrer - Suter entschied.

Die beiden führten zu diesem Zeitpunkt die Rangliste an. Selbst bei einem Remis hätten beide weiterhin gute Chancen gehabt, in den den Schlussgang zu kommen.

swissinfo und Peter Lerch (Si)

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