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EZB/Bini Smaghi: Ankaufprogramm für Anleihen hat kein festes Volumen

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2010 - 14:15 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt nach Worten ihres Direktoriumsmitglieds Lorenzo Bini Smaghi kein bestimmtes Volumen bei ihrem Ankaufprogramm für Staatsanleihen an. "Das Volumen wird ergebnisabhängig sein", sagte Bini Smaghi der Börsen-Zeitung (Donnerstag). Ziel des Programms sei es, die Funktionsfähigkeit des Marktes für Staatsanleihen wieder herzustellen. "Es geht uns nicht um bestimmte Preise, Aufschläge oder Höchstpreise." Die EZB hatte unlängst damit begonnen, im Kampf gegen die Schuldenkrise Staatstitel von Euro-Ländern zu kaufen.
Trotz des Ankaufs von Staatstiteln können die finanzschwachen Euro-Länder laut Bini Smaghi nicht darauf vertrauen, dass die EZB den Abbau der Schuldenberge abnimmt. "Wir unterstützen keine Länder finanziell, wir sind nicht der IWF, und wir retten keine Staaten." Es sei auch nicht die Aufgabe der EZB "das Gesamtsystem zu retten". Zugleich warnte er davor, das Szenario eines Ausfalls Griechenlands heraufzubeschwören und kritisierte die Äusserungen von Deutsche Bank Chef Josef Ackermann. "Die darauf folgenden Reaktionen an den Finanzmärkten haben ja gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr eines solchen Szenarios immens wäre. Dem könnte sich niemand entziehen." Ackermann hatte bezweifelt, dass Griechenland dazu in der Lage ist, seine Schulden zurückzuzahlen./bgf/js

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