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FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche Anleihen im Wert von 711 Millionen Euro gekauft. Dies teilte die Notenbank am Montag in Frankfurt mit. Laut Händlern kaufte die Notenbank vor allem portugiesische Anleihen. Zuvor hatte sie drei Wochen in Folge keine Anleihen gekauft. Gleichzeitig sind in der vergangenen Woche Anleihen im Wert von 40 Milliarden Euro ausgelaufen.
Wie in den vergangenen Wochen will die Notenbank die gesamte Überschussliquidität einsammeln. Am Dienstag soll ein entsprechender Schnelltender mit den Banken durchgeführt werden. Die Notenbank strebt ein Volumen von 77 Milliarden Euro an. Dies entspricht der Summe, die die EZB bis zum 18. Februar insgesamt in Anleihekäufe investiert hat. Gebote werden bis 11.30 Uhr angenommen. Die Zuteilung erfolgt am Mittwoch. Der maximale Bietungssatz beträgt 1,0 Prozent. Das Geschäft läuft eine Woche.
Zur Stützung des europäischen Rentenmarkts hatte die EZB im Mai 2010 den Ankauf von Staatsanleihen beschlossen. Damit flankiert sie den milliardenschweren Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um möglichen Inflationsgefahren entgegenzuwirken./jsl/bgf

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