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FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die aus ihren Staatsanleihekäufen resultierende Überschussliquidität am Dienstag eingesammelt. Im Rahmen eines Refinanzierungsgeschäfts (Schnelltender) hätten die Geschäftsbanken bei der Notenbank 60,5 Milliarden Euro angelegt, teilte die EZB am Dienstag in Frankfurt mit. Damit wurde die volle Summe, die die EZB bis zum 30. Juli in Anleihekäufe investiert hat, wieder aus dem Markt genommen.
Insgesamt haben die 93 beteiligten Banken laut EZB 115,69 Milliarden Euro geboten und damit deutlich mehr als von der Notenbank angestrebt. Der Durchschnittszins lag bei 0,45 Prozent, der Marginalzins als höchster Gebotszins, der bei der Zuteilung noch berücksichtigt wurde, bei 0,50 Prozent. Wie auch in den Vorwochen läuft das Geschäft über sieben Tage. In der kommenden Woche wird erneut ein entsprechendes Geschäft durchgeführt.
Zur Stützung des europäischen Markts für Staatsanleihen hatte die EZB Mitte Mai überraschend den Aufkauf von südeuropäischen Anleihen beschlossen. Zuletzt war das Volumen aber stark gesunken. Damit flankierte sie den gigantischen Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken./jha/stk

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