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KIEL (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut Direktoriumsmitglied Jürgen Stark bei auftretenden Inflationsgefahren handeln. Aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung sehe er zumindest einen "kurzfristigen Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation", sagte Stark am Mittwoch in Kiel. "Die Entwicklung der industriellen Erzeugerpreise und Umfragedaten deuten darauf hin, dass der Inflationsdruck innerhalb der Produktionskette zunimmt." Inputpreise im verarbeitenden Gewerbe hätten weiter angezogen und die Notenbank sehe eine Neigung, diese über die Verkaufspreise weiterzureichen. Die Teuerungraten dürften sich zunächst um zwei Prozent bewegen oder etwas darüber.
Der zugrunde liegende Inflationsdruck sei aber noch gering geblieben, sagte Stark. Die Kerninflationsrate, die Preise für Nahrungsmittel und Energie ausschliesst, habe sich zuletzt bei knapp über einem Prozent jährlich bewegt. Die Kerninflationsrate sollte laut Stark aber nicht überbewertet werden. Dieses Konzept sei sehr gut für Notenbanker geeignet "die nicht essen und fahren". "Unser Auftrag ist es aber, für die Stabilität der gesamten Kaufkraft des Euro zu sorgen, also auch für Bürger, die essen und Verkehrsmittel benutzen."
Die Geldpolitik der EZB sei nach wie vor akkomodierend und der Leitzins von einem Prozent angemessen. Die EZB werde die Entwicklung aber weiter genau beobachten. "Derzeit resultieren aus unserer monetären Analyse keine Anhaltspunkte für mittelfristigen Inflationsdruck. Sollte sich unsere Einschätzung jedoch ändern, werden wir handeln." Die Notwendigkeit des Handels sei aber von der Ursache des Inflationsanstiegs abhängig. So genannte Erstrundeneffekte müsse eine Notenbank akzeptieren. "Wenn jedoch Veränderungen relativer Preis zu Zweitrundeneffekten, also zu einem generellen Anstieg des Preisniveaus führen, muss eine Zentralbank reagieren."/jsl/he

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