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(Ergänzt mit weiteren Angaben)
FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet nur eine zögerliche Erholung der Wirtschaft in der Eurozone. "Wir erwarten für 2010 nur ein moderates Wachstum mit einer möglicherweise holprigen Erholung", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark auf dem Immobilienkongress "CIMMIT 2010" in Frankfurt. "Die Wirkung der Konjunkturprogramme dürfte sich abschwächen." Gleichzeitig werde der Prozess der Bilanzkorrekturen im Finanzsektor weitergehen. Gestützt werde die Wirtschaft durch die Verbesserung des weltweiten Wirtschaftswachstums und den akkommodierenden geld- und haushaltspolitischen Kurs. Der Ausblick bleibe jedoch immer noch von hoher Unsicherheit umgeben. Stark ist im EZB-Direktorium für das wichtige Ressort Volkswirtschaft zuständig.
Inflationsgefahren sieht Stark zunächst nicht: "Was die Entwicklung der Preise betrifft, so dürfte die Inflation über den für die Geldpolitik relevanten Horizont moderat bleiben." Dies entspreche einer langsamen Erholung der Nachfrage im Euroraum und weltweit. "Auf mittlere Sicht sind die Inflationserwartungen fest verankert geblieben." Derzeit deute nichts darauf hin, dass die reichliche Liquidität an den Geldmärkten Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität mit sich bringe.
Die Stützungsmassnahmen der EZB seinen nicht mehr im gleichen Masse wie bisher nötig, sagte Stark. Daher habe die EZB begonnen, diese zurückzuführen. "Dabei behalten wir allerdings im Auge, weiterhin die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft des Euroraums zu unterstützen." Die EZB strebe eine graduelle Rückführung ihrer geldpolitischen Massnahmen an. "Wir fahren hier ganz auf Sicht", sagte Stark.
Stark warnte zudem vor einer ausufernden Staatsverschuldung. "Wir sind ernstlich besorgt über den prognostizierten starken Anstieg der Staatsdefizite und der Verschuldung der Länder im Euroraum", sagte Stark. Mittlerweile befänden sich von den 16 Mitgliedstaaten des Euroraum 13 in einem Defizitverfahren. "In einigen Ländern werden für 2009 zweistellige Defizite erwartet.
"Damit lässt sich eine weitere Herabstufung von Länderratings und weitere negative Reaktionen der Finanzmärkte nicht ausschliessen", sagte Stark. Vor allem Griechenland ist nach Herabstufungen in den Fokus der Finanzmärkte geraten. Die Lage in der Eurozone insgesamt sei aber besser als in den USA. Skeptisch zeigte sich Stark gegenüber Steuersenkungen wie sie auch in Deutschland diskutiert werden: "Steuersenkungen müssen erst verdient werden." Keinesfalls sollten diese die Konsolidierung der Haushalte beeinträchtigen./js/bf

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