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Fachleute hinterfragen Katastrophen

29.08.2005, New Orleans: Ein Mann flüchtet vor dem Hurrikan Katrina.

(Keystone)

Wie können die Folgen katastrophaler Ereignisse gemildert werden? Diese Frage steht im Zentrum eines Treffens in Davos.

An der ersten International Disaster Reduction Conference (IDRC) im Kongresszentrum des Bündner Ferienortes, wo jeweils auch das Weltwirtschaftsforum stattfindet, kommen rund 1000 Experten zusammen.

Zu Katastrophen gehören vielschichtige Wechselwirkungen zwischen Ursachen und Auswirkungen. Risikomanagement, das sich allein auf die Eindämmung einer einzelnen Gefahrenquelle abstützt, werde deshalb den heutigen Problemen nicht gerecht, heisst es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Thematisiert werden neben Naturgefahren technische, biologische und chemische Risiken, aber auch Pandemien, Terrorismus und Klimawandel. Ein partizipativer Ansatz stelle sicher, dass vielfältige Erfahrungen im Risikomanagement verfügbar würden, halten die Veranstalter fest.

Fachleute aus aller Welt

Das Programm umfasst Vorträge und Podiumsdiskussionen. Eingegangen wird auf den Umgang mit Katastrophen in China, Afrika, Asien, Nord- und Lateinamerika.

Die teilnehmenden Fachleute stammen aus aller Welt. Den Vorsitz führt Walter J. Ammann, stellvertretender Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

Medien im Fokus

Katastrophen, Krisenbewältigung und die Rolle der Medien sind Themen, die auch für die breite Öffentlichkeit von Interesse sind. Im Rahmen der Konferenz in Davos findet deshalb auch eine öffentliche Veranstaltung zu diesem Thema statt.

Ob an Kriegsschauplätzen, bei Naturkatastrophen oder anderen Unglücken: Journalisten sind oft schon vor Hilfsorganisationen vor Ort. Die Medien spielen eine zentrale Rolle dabei, wie die Katastrophen in anderen Teilen der Welt und auch in der unmittelbaren Umgebung wahrgenommen werden.

Fragen an die Medien

Die "richtige" Art der Berichterstattung ist jedoch schwierig zu definieren und steht im Spannungsfeld verschiedener Interessen. Dazu gehören Opfer, Hilfsdienste, Angehörige, Redaktionsleitungen im In- und Ausland, verantwortliche Politiker, informationshungrige oder sensationslüsterne Leserinnen und Leser.

Wie werden die Medien diesen unterschiedlichen Erwartungen gerecht und wie kann man bewirken, dass sie eine positive Rolle spielen? Welchen Schaden können sie anrichten? Wie gehen Journalistinnen und Journalisten persönlich mit diesen vielseitigen Belastungen um, was motiviert sie zu gefährlichen Einsätzen?

Ein Film versucht Antworten zu geben

Der Film "War Photographer" von Christian Frei versucht Antworten auf diese Fragen zu geben. Er stützt sich auf Erkenntnisse des weltbekannten Kriegsfotografen James Nachtwey und zeigt, wie viel psychische Reserven und Rückgrat es für eine anspruchsvolle Berichterstattung aus Krisengebieten braucht.

Nach der Filmvorführung diskutiert ein Podium, u.a. mit dem bekannten Nahost-Journalisten Ulrich Tilgner und Filmregisseur Frei, mit dem Publikum, welche Rolle der Journalismus in Krisensituationen spielen kann und soll, welche Bedingungen dafür gegeben sein müssen und welche Motivation die Medienleute antreibt.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die International Disaster Reduction Conference findet vom 27. August bis 1. September in Davos statt.

Die Konferenz wurde von UN International Strategy for Disaster Reduction (ISDR), UNESCO, Global Alliance for Disaster Reduction (GADR) und Global Disaster Information Network (GDIN) organisiert.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt die Veranstaltung massgeblich.

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Eine ambitiöse Konferenz

Die International Disaster Reduction Conference (IDRC) in Davos sucht nach nachhaltigen Lösungen für die komplexen Probleme und Risiken, mit denen die heutige Gesellschaft konfrontiert ist. Sie versteht sich als Brücke zwischen Praxis, Wissenschaft, Politik, Entscheidungsträgern und Zivilgesellschaft.

Auf der Agenda der IDRC stehen Grundsatzdiskussionen über spezifische Themen. Die Hauptursachen der Gefahren und Risiken sollen in Verbindung gebracht werden mit den technologischen Perspektiven zur Lösung der Probleme in Richtung einer "sichereren Welt".

An der Davoser IDRC wird ausserdem über die Fortschritte im Bereich Risikomanagement berichtet, die seit der Konferenz von Kobe im Januar 2005 erzielt wurden. Dieses Treffen in Japan befasste sich mit ähnlichen Themen.

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