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Fechten: Edelmetall-Segen

Gianna Hablützel-Bürki, Tabea Steffen, Diana Romagnoli und Sophie Lamon (von links nach rechts). Keystone

An den Fecht-Weltmeisterschaften von Nîmes ist die Schweizer Delegation erfolgreich wie noch nie. Im Degenteam-Wettbewerb gewannen die Frauen Silber.

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2001 - 21:02 publiziert

Gianna Hablützel-Bürki, Diana Romagnoli, Sophie Lamon sowie Ersatzfechterin Tabea Steffen wurden erst im Final von Russland gestoppt. Die Schweizerinnen realisierten mit ihrem zweiten Rang bereits die dritte WM-Medaille nach den beiden Einzel-Exploits von Hablützel-Bürki (Bronze) und Basil Hoffmann (Silber).

Mehr als insgesamt zwei Fecht-Medaillen hat die Schweiz noch an keinen Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen gewinnen können.

Überlegene Russinnen

In einer Neuauflage des Olympia-Finals verloren die Schweizerinnen gegen Russland im römischen Amphitheater von Nîmes mit dem identischen Resultat wie in Sydney, nämlich mit 35:45. Teamleaderin Gianna Hablützel-Bürki fiel mit einer Minus-8-Bilanz für einmal ab.

Doch auch Sophie Lamon, die zuvor wie Hablützel-Bürki jedes Duell des Tages im Teamwettbewerb zu ihren Gunsten entschieden hatte, stand in der Endabrechnung mit einer Minus-2-Bilanz zu Buche.

Mit Plus 2 aus ihren Assauts gegen Tatjana Logunowa, Anna Siwkowa und Maria Mazina war Romagnoli wie bereits in Sydney die einzige Schweizerin, die gegen die Russinnen keine Negativ-Bilanz verzeichnete.

Mit 1:0 und 12:11 lagen die Schweizerinnen insgesamt zweimal kurzzeitig gegen die ungemein soliden Osteuropäerinnen in Führung.

«Die Russinnen sind einfach besser. Daran gibt es vorderhand nichts zu rütteln», fand Nationalcoach Rolf Kalich. Gianna Hablützel-Bürki sah es genauso: «Sie sind uns taktisch und technisch noch überlegen. Vielleicht sollten wir nächstes Mal aber eine andere Aufstellung versuchen.»

Überzeugende Schweizer Leistung

Das Schweizer Team erreichte den Final auf überzeugende Art. In den Viertel- und Halbfinals deklassierte man Südkorea und Italien jeweils mit 45:30. «Das waren hervorragende Leistungen», bilanzierte Hablützel-Bürki.

Für das Schweizer Frauendegen-Team ist es die dritte Medaille an grossen internationalen Titelkämpfen nach EM-Gold und Olympia-Silber binnen 16 Monaten. Gleichzeitig ist es das zweite WM-Edelmetall im Degen-Teamwettbewerb nach Bronze bei der erstmaligen Degen-WM-Austragung der Frauen im Jahre 1989 in Denver. Damals hatte schon Hablützel-Bürki zum Schweizer Team gezählt.

swissinfo und Richard Stoffel (sda)

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